Elektronisches Rauchen Forum

Normale Version: Warum dampft Ihr elektrisch?
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Dieses Argument ist schon häufig besprochen worden - in Bezug auf Kinder, Haustiere und auch allgemein
unsere Mitmenschen und die Umwelt. Jeder Shop wirbt damit, dass es kein Passivrauchen und keine
Belästigung (Belastung) anderer Mitmenschen mehr gibt.

Aber den Umstieg macht der Raucher eher für sich selbst - aus Gründen der Gesundheit, Kosten, um Verbote
zu umgehen, aus Bequemlichkeit. Dass das Passivrauchen damit wegfällt, ist eine wichtige Zugabe und als
Argument für die Öffentlichkeit zugkräftig. Aber es ist nicht der Hauptantrieb, elektrisch zu rauchen.

Und das ist eigentlich auch gut so. Denk mal an die vielen Raucher, die nicht versuchen aufzuhören, weil
sie es selbst wollen, sondern es auf Druck von außen für andere machen - die Rückfallquote ist unheimlich
hoch.

Nur wenn man es wirklich selbst und für sich selbst will, ist der Antrieb stark genug, dass man nicht bei
den ersten Hardwareproblemen die Egarette in die Schublade wirft und als teuren Fehlversuch verflucht.

Orissa schrieb:Ich wollte eigentlich nicht anfangen, mit dem Rauchen aufzuhören, weil ich das schon zu lange erfolglos versucht hatte.
[...]
Wenn es einen Weg gibt, dass ich in irgendeiner Form weiter "Rauchen" kann - bzw. einen adäquaten Ersatz dafür habe, ohne ihn damit zu schädigen - dann her damit ...
Das soll auf keinen Fall jetzt wie ein Vorwurf klingen - Dein erster Antrieb ist das "in der Wohnung
Weiterrauchen können".
Das "nicht schädigen" kannst Du ja ebenfalls ganz leicht erreichen, indem Du prinzipiell nur draußen
rauchst, auf dem Balkon oder vor der Haustür. Wink
Hallo Orissa,

Deine Eindrücke werden sich noch verändern, Du bist noch nicht lange genug dabei. Bei den meisten Leuten erholt sich der Geruchssinn sehr schnell, so daß der kalte Rauch, der noch in der Wohnung ist, in Teppichen, Stoffen, Gardinen, Tapeten, nach einer Weile als ziemlich ekelhaft empfunden wird. Ebenso wie Aschenbecher.

Rauchern ist es bewußt, daß sie andere passiv mitrauchen lassen, die Nikotinsucht steht aber im Vordergrund und ist oftmals stärker. Jeder kann ja zum rauchen nach draußen gehen, wenn er seine Familienangehörigen nicht schädigen will. Deshalb müßte man nicht aufhören zu rauchen.

Bei mir war es so, daß ich Rauchen schon länger nicht mehr als Genuß empfand, sondern als lästigen Zwang. Was mir noch schmeckte, war die Zigarette nach dem Essen, nach dem Sex, oder die erste des Tages beim morgendlichen Wachwerden mit Kaffee. Jeder Raucher kennt das, Raucherklamotten fangen an zu stinken, wenn man selbst schwitzt, frische Wäsche stinkt, wenn man nicht aufpaßt und die Türen zu "Nichtrauchzimmern" zu hält.

Ich hab' trotzdem noch nie versucht aufzuhören, weil meine Nase vieles ausgeblendet hat, weil mein ganzes Umfeld raucht und damit Rauch in der Wohnung für mich normal war. Um so erstaunter war ich, daß die totale Nikotinabhängigkeit überhaupt nicht so stark war, wie ich dachte, denn ich fand mich mühelos damit zurecht, den Nikotinbedarf abzusenken, zwar langsam, habe aber dadurch nicht zwangsläufig stärker gedampft und konnte nach änfänglicher Begeisterung für das Neue und dementsprechender übertriebener Benutzung meine Dampfgewohnheiten so einpendeln, wie ich geraucht habe.

Die vielen Vorteile gingen mir erst später auf, als mein Geruchssinn sich langsam erholte, als ich bei Nichtraucherfreunden dampfen durfte, als meine körperliche Konstitution und mein Lungenvolumen zunahmen und mein Setter, der am liebsten den ganzen Tag an mir kleben würde, nicht mehr naserümpfend und demonstrativ schnaufend das Zimmer verlassen hat, wie er es immer tat, sobald er eine Zigarette gesehen hat. Der sitzt neben mir, während ich dampfe, Siyah kommt bettelnd angelaufen, wenn ich Schokolade dampfe. Smile

Es geht sogar so weit, daß ich mich frage, warum ich mir über 20 Jahre so Ekelzeug wie Kippen in den Körper gepfiffen habe. Ich hätte schon eher aufgehört, bin aber leider eitel und habe bei anderen gesehen, wie die auseinandergingen, als sie mit rauchen aufgehört haben. Das Dampfen stellte für mich den ersten Versuch dar, aufzuhören. Ich versprach mir davon, daß das evtl. ganz streßfrei geht, ohne so viel an Gewicht zuzulegen. Das hat geklappt, denn 2 kg über dem Normalgewicht vor einem Jahr finde ich akzeptabel.

Es gab einen einwöchigen Rückfall, als meine Hündin ihren Schlaganfall erlitt und ich hing wieder an der Zigarette (willkommener Vorwand, ich habe Streß, ich darf jetzt rauchen), aber ich habe mir dann geschworen wenn sie es schafft, rühre ich keine Kippe mehr an. Sie hat es geschafft und ich auch. Anfangs noch unter dem Zwang meines Versprechens, dann mit Überzeugung. Natürlich gab es mal ein Test, wie finde ich es, an einer Kippe zu ziehen, was ist besser, dampfen oder rauchen? Anfangs hatte ich manchmal morgens Ekel, mich mit dem Liquid abzugeben. Das zu riechen reichte schon aus und wäre evtl. auch wieder ein Vorwand gewesen (das ist jetzt eklig, ich darf deshalb jetzt mal eine Ausnahme machen), aber ich habe gelernt, daß der Genuß gleich nach der Überwindung kommt, denn das Liquid schmeckt ja nicht wie es riecht.

Mittlerweile sehe ich keinerlei Vorteile des Rauchens gegenüber Dampfen, was mich beim Dampfen nachdenklich macht sind einzig ökologische Aspekte (Elektroschrott, Akkus, etc..) und mein Geruchssinn hat sich soweit erholt, daß ich Raucher schon auf große Entfernung rieche aber auch ein ganz anderes Verhältnis zur Umwelt entwickelt habe, denn ich nehme draußen viel mehr wahr, ich mag es, wie die Wohnung riecht, wie meine Wäsche riecht, etc..

Ein anderer Aspekt ist der, daß ich heute viel besser verstehe, was ich Nichtrauchern zugemutet habe. Raucher können ziemlich egoistisch sein, das war ich teilweise auch.
Eine PN, in der nach solch einer Umfrage gefragt wurde, ließ mich auf die Suche gehen.
Der Thread ist zwar ein Jahr alt, aber der Grund, aus dem jemand umgestiegen ist, verändert sich ja nicht im Nachhinein - also ist die Aktualität weiterhin gegeben.

Welche Gründe gab oder gibt es für die seitdem Hinzugekommenen, mit dem Dampfen anzufangen?
Kirsten schrieb:Welche Gründe gab oder gibt es für die seitdem Hinzugekommenen, mit dem Dampfen anzufangen?

Danke fürs Raufholen. Interessanter Fred.
Auch sehr gut, dass Mehrfachantworten möglich sind, sonst wäre ich ganz schön in Verlegenheit gekommen. Einerseits aus gesundheitlichen Gründen weg von Tabakzigaretten (sind schon mal zwei Antworten), andererseits brauche ich das Rauch-Ritual (dritte Antwort) und zwar inklusive Dampf, denn mit dampflosen Inhaler und jede Menge Pflaster und Sublingualtabletten bekam ich zwar eine Nikotinüberdosis, aber auch Entzugserscheinungen. Das Nikotin alleine ist es bei mir defintiv nicht.

Livia
Ich habe auch mal abgestimmt, und zwar fast alles angekreuzt ausser "zum aufhören" und "von der Nikotinsucht wegkommen"

Ich bin, was mich betrifft, felsenfest davon überzeugt, das die Nikotinsucht bei mir nicht mehr gegeben ist. Lediglich den Flash möcht ich nicht missen und der kommt einfach gut ;-)
Wie begründet sich meine Annahme?
Nun ich kenne mich ja wohl am Besten und in ca. 30 Jahren war es in Stein gemeißelt, das spätestens beim ersten Kaffee morgens oder manchmal auch ohne, wenn es keinen gab, die erste Fluppe inhaliert werden mußte.
Der sogenannte "Morgenschmacht" nach dem aufstehen quasi.
Dieses "Schmachtgefühl", das vermutlich von einer Sucht kommt, habe ich mit dem elektrischen Rauchen komplett verloren.
Ich dampfe die Erste wenn ich dazu Lust habe, nicht wenn es mein Körper befielt! Totz "High" Liquids mit Nikotin.....
Daher mein Statement (Gilt für mich, andere mögen es anders erlebt haben...): Nikotin ist nicht Suchtfaktor Nr.1, sondern viele andere Stoffe in der Pyro & ganz wichtig, das Ritual an sich!
Kirsten schrieb:Der Thread ist zwar ein Jahr alt
Über zwei Jahre alt trifft es wohl eher Laugh
Hallo
Das Thema ist zwar Schon etwas Älter aber den noch nicht Veraltet.Habe auch abgestimmt aber wie einige Andere nicht alles.Da ich nunmall Raucher war dem seine Mentohlpyros gemundet haben.Deswegen Dampfe ich ja jetzt .Ist zwar auch nicht gesünder aber ich denke für meine Mitmenschen und meine Umwelt angenehmer.

MFG
Dominik
Das ist ein so interessantes Thema, dass ich sofort abstimmen musste.
Mein Antrieb von den Stinkern leichter weg zu kommen war, dass ich eine Möglichkeit suchte, meine Rituale bei zu behalten.

Es hat bis heute super funktioniert, dank diesem inspirierenden Forums!37

Allerbeste Grüße von mr. eivissa
*Ausgrab* Ich finde die Umfrage nach wie vor aktuell. Jeder (Neue) sollte hier seine Kreuzchen machen. Ich habe das Dampfen angefangen um endlich von den stinkenden, Atemluft nehmenden, Nichtraucher (vor allem Kinder) mit kalten Rauch belästigenden Zigaretten wegzukommen. Das dies mit der elektrischen Zigarette funktionieren kann habe ich aber erst begriffen, als es mir jemand "live" im Teamspeak vormachte. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an aber dieses genüssliche Ziehen, Inhalieren und Auspusten zu hören und dann erklärt zu bekommen, daß das gerade Cafe Arabica war und keine normale Zigarette, hatte mich dann sehr, sehr neugierig gemacht.
So dampfe ich nun seit zwei Wochen mit "meinem Ritual" vollkommen rauchfrei.Cool
Ich habe mich seit längerem mit dem Thema "gesünder Rauchen" befasst. Mir ging es rein um die Gesundheit. Nicht weil ich irgendwelche gesundheitliche Probleme habe, sondern einfach, um sich besser und gesünder zu fühlen. Aufgrund der Massenproduktion in vielen verschiedenen Bereichen ist die Lebensqualität, meiner Ansicht nach, extrem gesunken. Fast Food, Fertiggerichte, Pyros... "regieren" unseren alltag. Das hat mir irgendwann zu denken gegeben. So habe ich mir überleget wie ich meine Lebensqualität verbessern kann. Ich habe dann angefangen meine Ernährung umzustellen und eine gesündere Alternative für Zigaretten gesucht, da ich einfach nicht aufhören kann/wollte mit dem rauchen. Vor paar Wochen entdeckte ich dann das Dampfen, und ich muss sagen endlich eine Alternative für die Pyros. Der Umstieg gelang mir bisher relativ einfach, bis auf paar kleinere Probleme, aber damit hat jeder mehr oder weniger zu kämpfen.
Seit etwas mehr als einem Jahr, habe ich ca. 20 Kg verloren, kein McDoof mehr angerührt und seit knapp 2 Wochen bin ich rauchfrei. Und ich muss sagen, meine Lebensqualität hat sich definitiv verbessert, ich fühle mich gut und es soll auch weiter so gehen, auch wenn man den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen muss, sollte man sich nicht davon abhalten lassen.

Keep on vaping Smile
Jurik
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