Elektronisches Rauchen Forum

Normale Version: Polyethylenglykol PEG
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...bitte nicht gleich hauen:huh:aber ich verstehe diese ganze diskussion irgendwie nicht ; da hat man sich bisher mit den pyros ein paar tausend bekannte und unbekannte schädliche substanzen reingezogen , und nun macht man sich gedanken über einige evtl. nebenwirkungen des peg.
die gibt es ganz sicher ! aber mangels gesicherter erkenntnisse und alternativen (die dann auch erst geprüft werden müssten) haben wir nur eine wahl : weitermachen oder bleiben lassen
no risk no fun...Cool
Da hast Du sicher nicht unrecht. Wink

Für mich hat das Thema aber zwei Seiten.

Als Nutzer der e-Zigarette und Ex-Pyroraucher sage ich mir: Es geht mir viel besser, seit ich dampfe.
Und selbst wenn drei oder vier der Pyroschadstoffe auch im Dampf enthalten sind, stehe ich immer noch
viel besser da als vorher. Außerdem WILL ich nicht ganz verzichten - ich dampfe gern und nehme
das Restrisiko in Kauf.

Als Forumsbetreiber sehe ich das anders.
Wir sind durch das neue Thema PEG darauf gestoßen, dass es auch beim Verdampfen von PG
Schadstoffe geben könnte. Das Thema ist wichtig und sollte weiter verfolgt werden.
Nun hat sich durch Zufall noch herausgestellt, dass es auch zwei unterschiedlich heiß
arbeitende Verdampfertypen gibt. Auch das ist für dieses Thema wichtig.

Jeder kann als Verbraucher für sich entscheiden, ob er rauchen, dampfen oder ganz aufhören will.
Aber dazu sollen jedem genug Informationen für seine Entscheidung zur Verfügung stehen.

Informationen sammeln ist ein Prozess, der nicht schnell erledigt werden kann. Dieser Thread wird
noch eine Weile aktuell bleiben. Mal sehen, wohin es uns führt. Smile
Ich möchte es vor allem auch deshalb wissen, weil ja noch einige Entscheidungen bezüglich der E-Zigaretten in Deutschland ausstehen. Weil ich eben auch nicht drauf verzichten möchte, wäre es schon schön, wenn man bestimmten Dingen widersprechen könnte, die gegen das Dampfen sprechen. Eins ist ja sicher- zumindest die Zigarettenindustrie und auch die Pharmaindustrie werden sich auf alles stürzen, was ihren Profit schmälern könnte.
Wenn die gesundheitlichen Risiken doch größer sind, als gedacht, wär das natürlich weniger schön und würde uns (einschließlich Händlern) die Argumente nehmen Sad
@Kirsten--ich wollte keineswegs den thread als solches in frage stellen ;
es ist sehr wichtig möglichst viele informationen über die stoffe zu kriegen, die wir konsumieren . fand nur die großen bedenken mancher user über die schadwirkung von peg etwas befremdlich.
btw: gibt es übrigens kenntnisse über emissionen aus den verbauten stoffen in der hardware (kleber, lacke kunststoffe,fasern etc.)?

@smokie: gerade die nicht bekannten gesundheitlichen risiken werden auch unsere gewählten dazu zwingen , liquids und depots zu verbieten, bis deren unbedenklichkeit belegt ist ; und das wird lange dauern.Sad
Ganz schadstoffrei wird es wohl nie gehen, aber es gibt da durchaus noch Optimierungspotential, das auch ausgeschöpft werden sollte. Die jetztige Generation von Pens schützt von der Leistungssteuerung her nur den Akku - und wenns hoch kommt noch die Glühwendel. An die Lunge des Dampfers wurde nicht gedacht.

Es gibt für den hier erwähnten cacpillary aerosol generator (CAG) eine ganze Reihe von Untersuchungen zur Stabilität von Medikamenten unter Verdampfer-Bedingungen. Eine davon habe ich Kirsten als Original gemailt. Es ist eine beispielhafte Fallstudie, wie durch Wahl geeigneter Verdampfungsparameter die Zersetzung einer relativ empfindlichen Substanz zurückgedrängt werden konnte. Man sieht daran: es geht, auch für eine Substanz die wesentlich empfindlicher ist als PG oder die meisten Depot-Inhaltsstoffe. Diese Parameter wären wohl auch ganz gut geeignet für die nächste Generation von Verdampfern.

Ein erster Schritt könnte im Einbau eines Bimetall-Schalters bestehen, der bei einer bestimmten Grenztemperatur im Verdampfer den Stromkreis unterbricht.

Des weiteren muß man sich die ganzen Depot-Inhaltsstoffe noch mal genau ansehen unter dem Aspekt "Was macht das bei hoher Temperatur? Und muß es wirklich drin sein?". Unter diesem Aspekt enthält meine Hausmarke zum Beispiel kein Acrolein-bildendes Glycerin. Ja, es macht einen dichten, beeindruckenden Dampf und verleiht nicht-tabakähnlichen Aromen wie Schokolade einen gefälligen, süßen Beigeschmack. Aber wenn man es in einem heißen Verdampfer dampft und mehrere Züge hintereinander nimmt, dann bekommt der Dampf einen Beigeschmack von "Zucker qualmt auf glühendheißer Herdplatte" oder "Die Plätzchen sind verbrannt!". Das Aroma ist bitter und kratzig. Das ist Acrolein. Und das muß wirklich nicht sein.

@Smokie: Ob wir der Dampferei nicht das Grab schaufeln, wenn wir allzu genau ergründen, was beim Verdampfungsvorgang nun wirklich entsteht, das habe ich mich auch schon gefragt. Dazu müßte es aber schlimmer sein als Pyro-Rauch, und das kann ich mir nicht vorstellen. Solange die e-Zig eine gesündere Variante darstellt und eine Durchgangsstation die den Totalausstieg erleichtert, kann man sie kaum verbieten, während gleichzeitig das Pyro-Rauchen weiter erlaubt ist.

LG, M-M
Zitat:@Smokie: Ob wir der Dampferei nicht das Grab schaufeln, wenn wir allzu genau ergründen, was beim Verdampfungsvorgang nun wirklich entsteht, das habe ich mich auch schon gefragt. Dazu müßte es aber schlimmer sein als Pyro-Rauch, und das kann ich mir nicht vorstellen. Solange die e-Zig eine gesündere Variante darstellt und eine Durchgangsstation die den Totalausstieg erleichtert, kann man sie kaum verbieten, während gleichzeitig das Pyro-Rauchen weiter erlaubt ist.

Ja, ich weiß schon, das Problem ist, dass die *Oberen* ja des Öfteren schon gezeigt haben, dass Logik nicht deren Stärke ist Sad


@diamond, davon bin ich leider auch überzeugt.

Aber jetzt genieße ich es jedenfalls noch- weil wir ja trotz allem überzeugt sind, uns weniger zu schaden als mit Pyros- darauf jetzt meine Gute-Nacht-E-Ziggi Tongue2
Marlboro-Man schrieb:... Solange die e-Zig eine gesündere Variante darstellt und eine Durchgangsstation die den Totalausstieg erleichtert, kann man sie kaum verbieten, während gleichzeitig das Pyro-Rauchen weiter erlaubt ist.

Leider halte ich genau dies fuer moeglich (siehe Australien) - schliesslich bringen Pyros ja Steuergelder...
Marlboro-Man schrieb:Dazu müßte es aber schlimmer sein als Pyro-Rauch, und das kann ich mir nicht vorstellen. Solange die e-Zig eine gesündere Variante darstellt und eine Durchgangsstation die den Totalausstieg erleichtert, kann man sie kaum verbieten, während gleichzeitig das Pyro-Rauchen weiter erlaubt ist.

o doch, das kann man sehr gut.

man braucht beim "argumentieren" nur jeweils das register, den bezugsrahmen oder den betrachterstandpunkt zu wechseln, wie's einem am besten passt, und schon klappt das, harmloseres zugunsten von gefährlicherem zu verbieten. das ist schon tausendfach erprobt und bewährt.

auf lange sicht geb ich dir natürlich recht - das e-rauchen muss sich irgendwann aus den von dir genannten gründen durchsetzen und je besser in der zwischenzeit die vorhandenen sicherheitsmankos bereinigt wurden, desto günstiger.

die auseinandersetzung mit den tabak- und pharmainteressen wird so oder so kommen und es wird auf jeden fall dabei unfair zugehen. die einzige frage dabei ist, wie lange es dauert, bis die konsumenten, die ärzte und die angehörigen von konsumenten begreifen, was im e-rauchen für chancen stecken, und dadurch mehr meinungsdruck verursachen als die jeweiligen industrielobbies.
auch dieser meinungsdruck wird nicht primär auf korrekte wissenschaftliche überlegungen beruhen, sondern auf sympathiewerten, irrationalen ängsten und dem zwiespalt zwischen dem spass am verbieten und der sucht nach harmonischer eintracht.
@tsange: Hmm... wo geht es schon fair zu? Und wo außerhalb der wissenschaftlichen Welt haben Fakten und Logik die größte Durchschlagskraft? Wub

Nirgends. Unter anderem deshalb bin ich Wissenschaftler geworden. Ein mathematisch korrekter Beweis, eine unanfechtbare Untersuchung, veröffentlicht in einem angesehenen Journal, das die Artikel von Experten gegenchecken läßt bevor es sie druckt - und Du bekommst Recht, wenn du Recht hast.

Es ist aber trotzdem kein Fehler, wenn auch wir Untersuchungen anstellen. Die Gegenseite, wer immer sie sind, ist vermutlich schon dabei.

Oder auch nicht. Wie halbgar ist zum Beispiel die Grundannahme, alle Flüssigkeitströpfchen wären Feststoffpartikeln äquivalent. (Siehe oben.) Wenn Du natürlich korrekte Studien an der Hand hast, während die Gegenseite nur sowas aufzubieten hat, dann steht es günstig.

Eventuell muß man das Verfassungsgericht oder den EGH bemühen. Ich habe meinen Glauben an diese Institutionen noch nicht verloren. Und auch nicht daran, daß wir Recht haben und auch Recht bekommen werden.

LG, M-M
Irgendwie versteh ich einige Argumentationen gegen den Wissenshunger nicht ganz:

"Ich glaube zu wissen, dass E-Dampfen gesünder ist als herkömmliche Zigaretten, deshalb will ich gar nicht genau wissen, was ich mir da reinpfeife!"

Was ist das? Vogel-Strauss-Politik?

Ich hab mich auch aufgrund einer einfachen Wahrscheinlichkeitsrechnung dazu entschieden, eindeutig schädliche Pyros gegen höchstwahrscheinlich unschädlichere E-Zigaretten einzutauschen und bereu das keinen Tag...aber ist deshalb verboten, zu hinterfragen, was ich da genau inhaliere? (und ob ich in gewissen Punkten eventuell einfach vera...t werde...)

Danke an Kirsten und M-M, daß Ihr Euch dem Thema so objektiv, fundiert und zeitintensiv widmet.

lg hope
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