05.01.2009, 18:34
Ich habe jetzt mal bei Chemical Abstracts Online (SciFinder) gesucht. Man findet dort auch Anwendungen von PEG in der Inhalation, nicht nur in Salben, Zäpfchen und Darmspülungen. PEG als Träger bzw. Lösungsmittel in Inhalations-Formulierungen ist also nichts grundsätzlich neues. Ausgesprochen schädlich kann es daher nicht sein, das wäre bereits aufgefallen.
Zu beachten ist das mittlere Molekulargewicht. Je geringer dieses ist, desto eher wird PEG aufgenommen. PEG 400 ist vergleichsweise leicht. Dieser Satz in der Wikipedia ist zwar beruhigend...
...er bezieht sich aber auf ein PEG der mittleren Molmasse 3350, wie man hier nachlesen kann. Das hilft uns also nicht viel.
Zwei Studien fand ich immerhin, die sich mit der Inhalations-Toxizität von PEG im uns interessierenden Molmassen-Bereich beschäftigen. Direkte Links gibts dazu nicht, aber ich kann die Abstracts hier posten:
Aus beiden geht zunächst mal hervor, daß keine signifikante Toxizität beobachtet wurde. Allerdings wurden auch nur relativ niedrige Konzentrationen gemessen. (Es ging eher um Gefährdung am Arbeitsplatz.) Der Dampf der aus einem Pen oder einer Pipe kommt dürfte weitaus höhere PEG-Konzentrationen enthalten. Artikel [1] ist insofern interessant, als er Nierenschädigungen erwähnt. Die traten bei Verbrennungsopfern auf, deren sehr durchlässige, verbrannte Haut mit PEG behandelt wurde. Die Lungenoberfläche ist mindestens so durchlässig wie verbrannte Haut. Dauer-Dampfer sollten also vielleicht ihre Nieren im Auge behalten, bis man dazu mehr weiß.
Mir liegt weißgott nicht an Panikmache, aber das ging mir dazu durch den Kopf.
LG, M-M
Zu beachten ist das mittlere Molekulargewicht. Je geringer dieses ist, desto eher wird PEG aufgenommen. PEG 400 ist vergleichsweise leicht. Dieser Satz in der Wikipedia ist zwar beruhigend...
Zitat:PEG wird in mehreren Bereichen der Gastroenterologie angewendet. Die Substanz wird unter anderem zur Reinigung des Darmes vor einer Koloskopie eingesetzt. Der „Goldstandard“ bei der Vorbereitung ist 2 l Polyethylenglykol-Elektrolyt-Lösung (PEG-EL).
...er bezieht sich aber auf ein PEG der mittleren Molmasse 3350, wie man hier nachlesen kann. Das hilft uns also nicht viel.
Zwei Studien fand ich immerhin, die sich mit der Inhalations-Toxizität von PEG im uns interessierenden Molmassen-Bereich beschäftigen. Direkte Links gibts dazu nicht, aber ich kann die Abstracts hier posten:
Zitat:[1] Biological effects summary report: polyethylene glycol. Silverstein, B. D.; Furcinitti, P. S.; Cameron, W. A.; Brower, J. E.; White, O., Jr. Brookhaven Natl. Lab., Upton, NY, USA. Avail. NTIS. Report (1984), (BNL-51745; Order No. DE84007984), 27 pp. From: Energy Res. Abstr. 1984, 9(10), Abstr. No. 19199. Report written in English. CAN 101:124369 AN 1984:524369
Abstract
An evaluation of the health effects of PEG [25322-68-3] was made to assess its potential use as a substitute for bis(2-ethylhexyl)phthalate [117-81-7], which is used as a test aerosol in quant. fit testing of respirators. The PEGs of primary interest are those whose av. mol. wts. are between 200 and 600. PEG has a very low acute and chronic toxicity in animals. Toxic effects to the kidney resulting from high doses have been obsd. in lab. animals and in burn patients whose injured skin was treated topically with PEG. It is unlikely that healthy people exposed to test aerosols of PEG would encounter such risks particularly at such low concns. No significant adverse effects from PEG have been obsd. in inhalation toxicol. studies, carcinogen testing, or mutagen assays. Since the PEGs present no significant health hazard in the workplace, only a nuisance dust exposure limit of 10 mg/m3 for total dust and 5 mg/m3 for respirable dust is recommended. No std. for protection of human health is deemed warranted at this time. Therefore, PEG 400 may be used safely for quant. fit testing of respirators without concern for adverse effects in healthy subjects.
[2] The subchronic inhalation toxicity of polyethylene glycol 200 in the rat and mouse. Crook, J. W.; Hoot, P. D.; Cooper, A. E.; Cummings, E. G.; Thomson, S. A. Chem. Syst. Lab., Army Armament Res. Dev. Command, Aberdeen Proving Ground, MD, USA. Avail. NTIS. Report (1981), (ARCSL-TR-81051; Order No. AD-A110668), 24 pp. From: Gov. Rep. Announce. Index (U. S.) 1982, 82(12), 2319. Report written in English. CAN 97:86579 AN 1982:486579
Abstract
Mice and rats were repeatedly exposed to 100 or 1000 mg PEG 200 [25322-68-3]/m3 aerosol for 6 h/day, 5 days/wk, for 13 wk. The mice and rats did not appear to have any lesions related to the procedure. No biol. consistent significant alterations in blood chem., hematol., or pulmonary resistance were found. No mutations or pathol. abnormalities could be attributed to exposure to PEG 200. This data may be useful in the derivation of airborne control limits for protection of personnel.
Aus beiden geht zunächst mal hervor, daß keine signifikante Toxizität beobachtet wurde. Allerdings wurden auch nur relativ niedrige Konzentrationen gemessen. (Es ging eher um Gefährdung am Arbeitsplatz.) Der Dampf der aus einem Pen oder einer Pipe kommt dürfte weitaus höhere PEG-Konzentrationen enthalten. Artikel [1] ist insofern interessant, als er Nierenschädigungen erwähnt. Die traten bei Verbrennungsopfern auf, deren sehr durchlässige, verbrannte Haut mit PEG behandelt wurde. Die Lungenoberfläche ist mindestens so durchlässig wie verbrannte Haut. Dauer-Dampfer sollten also vielleicht ihre Nieren im Auge behalten, bis man dazu mehr weiß.
Mir liegt weißgott nicht an Panikmache, aber das ging mir dazu durch den Kopf.
LG, M-M




