03.06.2009, 11:59
Moin moin liebe Fories und Newbies,
Aller Anfang ist schwer und um die Qual der Wahl ein wenig zu erleichtern hab ich hier mal ein paar Gedanken und Erfahrungen zusammengefasst. Ich hoffe, Ihr habt auch Spass daran die etwas längere Abhandlung
zu lesen. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder allein seelig machende
Weisheit.
Wer das E-Rauchen ernsthaft als Alternative zum Tabak verbrennen nutzen möchte und den systematischen Ausstieg aus der Raucherei erreichen möchte, muß sich darüber im Klaren sein, dass er/sie unter Umständen zunächst die eine Sucht mit einer anderen ablöst.
Nicht nur aber besonders am Anfang ist das Fehlen oder der Ausfall des Dampfgerätes gleichzusetzten mit dem Fehlen von Zigaretten. Nur dass die Beschaffung einer Schachtel Kippen erheblich einfacher ist als das Beschaffen eines neuen Verdampfers, eines Spezialakkus oder der Kauf von passenden Depots oder Liquid.
Man kann dann einen Rückfall natürlich als Überbrückung ansehen. Ich jedoch finde das nach mühsamer Entwöhnung mehr als ärgerlich. Zumal es die Behauptung gibt, die ich zwar nicht verifizieren kann, sie aber dennoch nicht ganz unbeachtet lassen möchte, dass nur wenige Zigaretten das Herzinfarktrisiko wieder deutlich erhöhen.
Um so wichtiger finde ich daher eine überlegte Auswahl der Hardware. Besonders am Anfang, denn da hat man nicht, wie die meisten Langzeit E-Raucher nach z.T. leidvollen Erfahrungen ein breit gefächertes Ersatz- bzw. Ersatzteilangebot herumliegen. Selbstgebastelte Utensilien
, mit denen man den Ausfall des Lieblingsgerätes mal kompensieren könnte, fehlen in der Regel auch noch.
Hier soll jetzt nicht von den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Geräte die Rede sein. Ich möchte unter o.g. Aspekt einmal über die Herstellung, Vertriebsstrukturen und Lieferwege nachdenken.
Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es Vorteile hat, wenn man sich, was die Beschaffung von Hard- und Software angeht, weitestgehend unabhängig von Lieferanten und Händlern macht. Sobald es bei dem einen Lieferengpässe gibt kann man problemlos an anderer Stelle nachbestellen. Selbst wenn man vorübergehend mal einen etwas höheren Preis zu zahlen hat kommt man doch problemlos an die gewünschten Produkte heran.
Der Händleraspekt
Natürlich ist es aus Sicht der Händler verständlich, wenn sie eine möglichst vollständige Kundenbindung erreichen möchten.
Das erreichen sie entweder durch eine Monopolstellung in Bezug auf die angebotene Ware oder über, und das ist aus Kundensicht natürlich erfreulich, einen vorzüglichen Service, eine attraktive Preiskalkulation, kurze Lieferzeiten und über das Angebot eines möglichst breiten, vielseitigen und dabei wertigen Warensortiments, das sich nach Möglichkeit auch noch durch eine gewisse Produktlinienkompatibilität auszeichnet.
Der Kundenaspekt
Aus der Sicht des Kunden sollten bei der Auswahl des Produktes dann u.A. sechs Fragen gestellt werden:
1.)
Entspricht das Produkt meinen Anforderungen an Dampfentwicklung, "Flash" und Geschmack und kann es den früheren Tabakkonsum wirklich kompensieren ?
2.)
Ist das Produkt zuverlässig, langzeitbewährt und garantiert es eine Langzeitleistung in Bezug auf Akkus und Verdampfer ?
3.)
Ist die Handhabung des Produktes einfach und sind der Aufwand für Befüllung der Depots und Aufladung der Akkus akzeptabel?
4.)
Ist die Technik zu anderen Produkten kompatibel, sodass man ggf. Ausweichmöglichkeiten hat.
5.)
Ist die Technik preiswert und kann sie über verschiedene, voneinander unabhängige Vertriebskanäle beschafft werden, die untereinander im Wettbewerb stehen ? Nur so ist wirklich eine unabhängige Preisgestaltung möglich.
6.)
Gibt es für die Technik "Bastelangebote" die in der Regel die Funktionalität erheblich aufwerten können ?
Wenn die Anwort auf eine der Fragen mit NEIN beantwortet werden muß ergeben sich daraus einige Konsequenzen:
1.)
Der Kauf war ein glatter Fehlkauf. Das Produkt ist ungeeignet um vom Tabakkonsum weg zu kommen.
Ersatzbeschaffung und Umstieg auf andere Technik verursacht zusätzliche Kosten.
2.)
Das Produkt wird hohe Folgekosten verursachen. Die Vorhaltung von ausreichend Ersatzmaterial ist unabdingbar, wenn man nicht in Engpässe und Rückfallsituationen kommen möchte.
3.)
Die Beschäftigung mit der Handhabung erfordert Zeit und die notwendigen Gelegenheiten. Die können beispielsweise unterwegs oder in bestimmten Arbeitssituationen häufig nicht gegeben sein. Ein Rückfall oder die Überbrückung zu/mit Pyros ist wahrscheinlicher.
4.)
Bei Ausfall von einer Komponente muß genau diese wieder beschafft werden. Bei nicht Lieferbarkeit oder Auslaufen der Technik ist das Produkt und damit die Investition wertlos. Dadurch erhöhte Folge/Wiederbeschaffungskosten.
5.)
Es kann zu Lieferengpässen kommen. Preisgestaltung durch Angebot und Nachfrage funktioniert nur bedingt und immer nur unter Einbeziehung von Produktdiversifikation anderer Hersteller und Lieferanten. Es können hohe Folge/Betriebskosten entstehen. Bei Änderung oder Auslaufen der Technik können Drittinvestitionen wertlos werden.
6.)
Eine spätere Anpassung an eigene Bedürfnisse und Vorlieben bleibt ausgeschlossen. Leistungs- und Handhabungsverbesserungen sind nicht möglich. Ausnahme: man ist selbst ein/e begnadeter BastlerIn.
So nun hoffe ich, dass ich hiermit die Qual der Wahl für Einsteiger und Umsteiger ein wenig erleichtern kann.
Empfehlungen für Lieferanten oder Produkte habe ich bewußt vermieden. Aber mit etwas Recherche im Forum und diesem Fragenkatalog kann man da hoffentlich einfacher selbst zu einem Urteil kommen und dann, so würde ich Euch das wünschen, zu einer befriedigenden Auswahl kommen, die Euch nicht gleich zur Kreditaufnahme zwingt
.
Aller Anfang ist schwer und um die Qual der Wahl ein wenig zu erleichtern hab ich hier mal ein paar Gedanken und Erfahrungen zusammengefasst. Ich hoffe, Ihr habt auch Spass daran die etwas längere Abhandlung
zu lesen. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder allein seelig machende
Weisheit.Wer das E-Rauchen ernsthaft als Alternative zum Tabak verbrennen nutzen möchte und den systematischen Ausstieg aus der Raucherei erreichen möchte, muß sich darüber im Klaren sein, dass er/sie unter Umständen zunächst die eine Sucht mit einer anderen ablöst.
Nicht nur aber besonders am Anfang ist das Fehlen oder der Ausfall des Dampfgerätes gleichzusetzten mit dem Fehlen von Zigaretten. Nur dass die Beschaffung einer Schachtel Kippen erheblich einfacher ist als das Beschaffen eines neuen Verdampfers, eines Spezialakkus oder der Kauf von passenden Depots oder Liquid.
Man kann dann einen Rückfall natürlich als Überbrückung ansehen. Ich jedoch finde das nach mühsamer Entwöhnung mehr als ärgerlich. Zumal es die Behauptung gibt, die ich zwar nicht verifizieren kann, sie aber dennoch nicht ganz unbeachtet lassen möchte, dass nur wenige Zigaretten das Herzinfarktrisiko wieder deutlich erhöhen.
Um so wichtiger finde ich daher eine überlegte Auswahl der Hardware. Besonders am Anfang, denn da hat man nicht, wie die meisten Langzeit E-Raucher nach z.T. leidvollen Erfahrungen ein breit gefächertes Ersatz- bzw. Ersatzteilangebot herumliegen. Selbstgebastelte Utensilien
, mit denen man den Ausfall des Lieblingsgerätes mal kompensieren könnte, fehlen in der Regel auch noch.Hier soll jetzt nicht von den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Geräte die Rede sein. Ich möchte unter o.g. Aspekt einmal über die Herstellung, Vertriebsstrukturen und Lieferwege nachdenken.
Es scheint auf der Hand zu liegen, dass es Vorteile hat, wenn man sich, was die Beschaffung von Hard- und Software angeht, weitestgehend unabhängig von Lieferanten und Händlern macht. Sobald es bei dem einen Lieferengpässe gibt kann man problemlos an anderer Stelle nachbestellen. Selbst wenn man vorübergehend mal einen etwas höheren Preis zu zahlen hat kommt man doch problemlos an die gewünschten Produkte heran.
Der Händleraspekt
Natürlich ist es aus Sicht der Händler verständlich, wenn sie eine möglichst vollständige Kundenbindung erreichen möchten.
Das erreichen sie entweder durch eine Monopolstellung in Bezug auf die angebotene Ware oder über, und das ist aus Kundensicht natürlich erfreulich, einen vorzüglichen Service, eine attraktive Preiskalkulation, kurze Lieferzeiten und über das Angebot eines möglichst breiten, vielseitigen und dabei wertigen Warensortiments, das sich nach Möglichkeit auch noch durch eine gewisse Produktlinienkompatibilität auszeichnet.
Der Kundenaspekt
Aus der Sicht des Kunden sollten bei der Auswahl des Produktes dann u.A. sechs Fragen gestellt werden:
1.)
Entspricht das Produkt meinen Anforderungen an Dampfentwicklung, "Flash" und Geschmack und kann es den früheren Tabakkonsum wirklich kompensieren ?
2.)
Ist das Produkt zuverlässig, langzeitbewährt und garantiert es eine Langzeitleistung in Bezug auf Akkus und Verdampfer ?
3.)
Ist die Handhabung des Produktes einfach und sind der Aufwand für Befüllung der Depots und Aufladung der Akkus akzeptabel?
4.)
Ist die Technik zu anderen Produkten kompatibel, sodass man ggf. Ausweichmöglichkeiten hat.
5.)
Ist die Technik preiswert und kann sie über verschiedene, voneinander unabhängige Vertriebskanäle beschafft werden, die untereinander im Wettbewerb stehen ? Nur so ist wirklich eine unabhängige Preisgestaltung möglich.
6.)
Gibt es für die Technik "Bastelangebote" die in der Regel die Funktionalität erheblich aufwerten können ?
Wenn die Anwort auf eine der Fragen mit NEIN beantwortet werden muß ergeben sich daraus einige Konsequenzen:
1.)
Der Kauf war ein glatter Fehlkauf. Das Produkt ist ungeeignet um vom Tabakkonsum weg zu kommen.
Ersatzbeschaffung und Umstieg auf andere Technik verursacht zusätzliche Kosten.
2.)
Das Produkt wird hohe Folgekosten verursachen. Die Vorhaltung von ausreichend Ersatzmaterial ist unabdingbar, wenn man nicht in Engpässe und Rückfallsituationen kommen möchte.
3.)
Die Beschäftigung mit der Handhabung erfordert Zeit und die notwendigen Gelegenheiten. Die können beispielsweise unterwegs oder in bestimmten Arbeitssituationen häufig nicht gegeben sein. Ein Rückfall oder die Überbrückung zu/mit Pyros ist wahrscheinlicher.
4.)
Bei Ausfall von einer Komponente muß genau diese wieder beschafft werden. Bei nicht Lieferbarkeit oder Auslaufen der Technik ist das Produkt und damit die Investition wertlos. Dadurch erhöhte Folge/Wiederbeschaffungskosten.
5.)
Es kann zu Lieferengpässen kommen. Preisgestaltung durch Angebot und Nachfrage funktioniert nur bedingt und immer nur unter Einbeziehung von Produktdiversifikation anderer Hersteller und Lieferanten. Es können hohe Folge/Betriebskosten entstehen. Bei Änderung oder Auslaufen der Technik können Drittinvestitionen wertlos werden.
6.)
Eine spätere Anpassung an eigene Bedürfnisse und Vorlieben bleibt ausgeschlossen. Leistungs- und Handhabungsverbesserungen sind nicht möglich. Ausnahme: man ist selbst ein/e begnadeter BastlerIn.
So nun hoffe ich, dass ich hiermit die Qual der Wahl für Einsteiger und Umsteiger ein wenig erleichtern kann.
Empfehlungen für Lieferanten oder Produkte habe ich bewußt vermieden. Aber mit etwas Recherche im Forum und diesem Fragenkatalog kann man da hoffentlich einfacher selbst zu einem Urteil kommen und dann, so würde ich Euch das wünschen, zu einer befriedigenden Auswahl kommen, die Euch nicht gleich zur Kreditaufnahme zwingt
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