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Im Dschungel der Großverdampfer
Akke Offline
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Beitrag #3
RE: Im Dschungel der Großverdampfer
VR-Screw und VR-Plug

Viele VR4 User versuchten die "schlechten" Verdampfer in schrecklich fummeliger Kleinarbeit wieder dampfbar zu machen, indem sie die Wendel mit höherem Wiederstand neu wickelten. Ein Schwedischer Hersteller lieferte dazu über EBay mittlerweile den Kanthaldraht, der bis heute für die Herstellung der Heizwendel Verwendung findet. Gebräuchlich sind Stärken von 0,16mm und 0,2mm .
Die Erfolge zeigten schnell, dass der chinesische Hersteller geschlampt hatte und dass mit der richtigen Kanthaldrahtlänge wieder ein wohlschmeckender Verdampfer zu machen war.

Warum also nicht einen Verdampfersockel selber herstellen, bei dem nur noch Draht und Faser gewechselt werden müssen? Damit würde das Dampfen auf VR4 Niveau auch konkurrenzlos preiswert werden.

Die Konstruktion sollte so einfach wie möglich gehalten werden, günstig herzustellen sein, einfach ohne Spezialwerkzeug (Drehbank etc.) zu bauen sein und die Handhabung sollte so simpel wie möglich gemacht werden. Die Maße der VR4 Lösungen sollten beibehalten werden, damit die Behälter aus Edelstahl und die Nubsis weiterhin Verwendung finden könnten.

Unter der Leitung von @ichbines fand sich ein engangierter Test- und Entwicklerkreis, der das Problem in den Griff bekommen wollte. @ichbines stellte mehrere Prototypen aus verschiedenen Materialien vor, die er aufwändig von Hand drehte und dem Testerkreis zur Verfügung stellte. Parallel dazu begann die Suche nach einer geeigneten Faser für die Verdampfer. Hunderte von Geschmackstests mit unterschiedlichem Faser- und Trägermaterial bis hin zu mikroskopischen Untersuchungen der verschiedenen Fasern kamen schliesslich zu dem Ergebnis, dass Gießkeramik in Verbindung mit einer Glasfaser die besten Ergebnisse liefert.

Ein Problem war auch der Anschluss zum Akkuträger. Einerseits wollte man Kompatibilität zu vorhandenen Akkuträgern andererseits aber auch eine wirklich stabile und jederzeit kostengünstig reproduzierbare Lösung.
Nach einigen Versuchen u.a. auch mit Lautsprecher Buchsen/Steckern kristallisierte sich die Cinchverbindung als die beste heraus. Auch wenn sie nicht kompatibel zu herkömmlichen Akkuträgern ist, ist sie m.E. die stabilste, kostengünstigste und jerzeit verfügbare Lösung und viel besser zu verarbeiten, als die herkömmliche Hohlsteckervariante.

Verschiedene VR-Screw Versionen gingen dem VR-Plug voraus, der m.E. die eleganteste Lösung ist und mit dem die fasergestützte Verdampferentwicklung nun ihren Abschluss gefunden hat.


Der VR-Plug

[Bild: attachment.php?thumbnail=12120]

Der VR-Plug besteht aus einem Gießkeramiksockel, in den die Faser/Heizwendel Kombination einfach gesteckt wird. Durch unterschiedliche Drahtlängen kann die Dampfstärke variiert werden. Der Draht kann in Länge mit handelsüblichen Aderendhülsen vorkonfektioniert werden. Dadurch kann man auch unterwegs schnell und einfach Fasern und Wendel austauschen.

Der VR-Plug hat einen Cinchstecker. Man benötigt also einen entsprechenden Akkuträger oder einen Adapter.

Der VR-Plug wird in eine Edelstahlrohr, das o.g. VRxx Rohr eingebaut. Maße des Rohres L 50mm, ID 15mm, AD 18mm.
Ein "Nubsi" tut es aber genau so. Man kann den Plug sogar in ein VR4 Plastikgehäuse einbauen, vorausgesetzt man bekommt das Gehäuse zerstörungsfrei isoliert.

Leider ist das alles bis heute nicht kommerziell erhältlich und muß selbst gebastelt werden. Das ist nicht schwierig, schreckt aber doch viele von diesem tollen Gerät ab. Für mich ist der VR-Plug das Ende meiner Suche und wird mich das Leben lang begleiten.


A-1 die Alternative

Bei Cetin bekommt man seit neustem den A-1. Der A-1 ist ein Komplettgerät, d.h. man bekommt Verdampfersockel und Gehäuse aus einem Guss. Sehr schön verarbeitet und mit einem Schraubgewinde versehen ist er eine hochwertige Alternative zum Plug, die ich denjenigen, die nicht besteln wollen gerne empfehle. Als Anschluss verwendet der A-1 einen Hohlstecker in der Art der alten VR4, sodass ehemalige Vr4 Akkuträger problemlos zu nutzen sind.
Die Wendel wird nicht wie beim Plug gesteckt sondern mit zwei Schrauben befestigt. Die sind, da das gesamte Gerät aus Metall besteht, im Verdampfersockel besonders isoliert.
Meine beiden Geräte hatten leider mit dieser Isolierung Probleme, was aber nicht bedeuten soll, dass der A-1 nicht gut ist. Wer schon einmal mit leitenden Bauteilen gebastelt hat, weiß, dass so etwas durchaus mal vorkommen kann, und ich bin sicher, das Cetin das Problem in den Griff bekommt.
ich finde es sehr gut, dass sich Cetin kommerziell mit dem Bau eines Mehrweg-Faserverdampfers beschäftigt hat und so auch Nichtbastlern das Verdampferprinzip eröffnet.


Der Hoss

@Raidy hat, bevor er sich der Genesis Baureihe gewidmet hat, auch einen Faserverdampfer gebaut, der hier nicht unerwähnt bleiben soll. Der Hoss ist ähnlich aufgebaut wie der A-1 von Cetin. Wendel und Faser werden mit Schrauben befestigt. Das ganze ist sehr hochwertig aus Metall gedreht. Raidies Bauten sind immer handwerklich vom Allerfeinsten.
Als Isolierung zum Gehäuse werden Glasröhrchen verwendet.

[Bild: attachment.php?aid=10141]

Wer einen Hoss selbst bauen möchte muss schon erhebliches handwerkliches Geschick mitbringen und über eine Drehbank sowie vernünftiges Werkzeug verfügen.


Und wie Dampft es nun?

VR-Plug, A-1 und Hoss sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut:

[Bild: attachment.php?thumbnail=13084]

Daher ist deren Dampfleistung durchaus vergleichbar. Die ist klar besser als bei allen Kleinverdampfern und höchstens noch mit Pfeifenverdampfern vergleichbar.
Da man durch die Länge des Heizdrahtes die Dampfleistung, den Geschmack und "Flash" selber sehr schön variieren kann gibt es für mich nichts Vergleichbares auf dem Dampfermarkt. Jeder kann sozusagen seine eigene persönliche Lieblingskonfiguration finden, einstellen und sogar abhängig vom Liquid variieren.
Was will man mehr.

Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 11:46
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RE: Im Dschungel der Großverdampfer - Akke - 02.05.2010 11:46



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