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Inhaltsstoffe: Zigarette – e-Zigarette
Kirsten Offline
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Beitrag #1
Inhaltsstoffe: Zigarette – e-Zigarette
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Inhaltsstoffe Zigarette:


Über 4000 chemische Verbindungen aus dem Verbrennungsprozess, die meisten davon lungengängige Feinstaubpartikel im Kondensat (Teer).
Über 200 davon sind giftig, weit über 40 zusätzlich krebserregend.
Es folgt eine Auflistung der wichtigsten Inhaltsstoffe, eingeteilt nach ihrer Gefährlichkeit in Gruppen.


Cancerogen (krebserregend) und giftig:

Akrolein
Anilin
Benzol
Benzypren
Blei
Cadmiumchlorid
Formaldehyd
Hydrazin
Nickel
Nitrosamine (TSNA, tabakspezifische Nitrosamine)
Polonium 210
Schwermetalle
Teer (Kondensat)
Vinylchlorid

Sowie
4-Aminobiphenyl, Arsenverbindungen, Benzanthrazen, Benzofluranthren, Benzopyren, Benzphenanthren, Betanaphtylamide, Cadmiumverbindungen, Chrysen, Dibenzacridin, Dibenzanthrazen, 7H-Dibenzcarbazol, Dibenzpyren, Dimethylnitrosamin, Dioxine, Furfural, Hydrochinon, Indenopyren, Kresol, Methylbenzopyren, s-Methylcholanthren, Methylchrysen, Methylnitrosamin, N-Diethylnitrosamin, N-Dimethylamin, N-Dimethylnitrosamin, N-Ethyl-N-Methylnitrosamin, Nickelkomplexe, N-Nitrosamine, N-Nitrosodimetylamin, N-Nitrosonornikotin, N-Nitrosopyrrolidin, Phenol, Plutonium, Thorium, Zinkoxid, ... etc.


Giftig:

Acetaldehyd
Blausäure
Cyanid
Kohlenmonoxid
Nikotin
Phenole
Pyridin
Toluol
Zink
... etc.


Reizend:

Ammoniak
Stickoxide
...etc.


Gefährlichkeit nicht einschätzbar:

Verschiedenste Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), je nach Zusammensetzung von Tabak und Zusatzstoffen.
Manche PAK entfetten die Schleimhaut, führen zu Entzündungen und können die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.
Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserregend.
Es besteht die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit.


Sonstige:

Kohlendioxid, Zucker, Menthol, Kakao, diverse Aromastoffe, Propylenglykol, Glycerin …



Bei der enthaltenen Menge der einzelnen Schadstoffe muss unterschieden werden zwischen Hauptstromrauch und Nebenstromrauch.

Hauptstromrauch: Der Tabak verbrennt beim Zug an der Zigarette, der Hauptstromrauch wird vom Raucher inhaliert.

Nebenstromrauch: der Tabak verschwelt in und hinter dem Glutkegel. Das bewirkt eine unvollständige Verbrennung sowie eine thermische Zersetzung (Pyrolyse). Diese setzt viele schädliche ungesättigte Verbindungen, Kondensations- und Polymerisationsprodukte frei. Der Nebenstromrauch wird zwischen den Zügen vom Glutkegel in die Raumluft abgegeben (Hauptursache des Passivrauchens).

Das Verhältnis des Schadstoffgehalts von Nebenstromrauch zu Hauptstromrauch liegt bei 6:1 bis 30:1. Das heißt, der Nebenstromrauch enthält deutlich mehr Schadstoffe als der Hauptstromrauch, nämlich das 6- bis 30-fache. Besonders schädlich ist also das "Verqualmen lassen" der Zigarette in Hand oder Aschenbecher.





Inhaltsstoffe e-Zigarette:


Hauptbestandteil:

Propylenglykol (PG) oder - seltener - Polyethylenglykol (PEG): Wirkt bei häufigem Gebrauch austrocknend auf die Schleimhaut von Mund und Nasen-Rachenraum.

Glycerin (VG) als Hauptbestandteil oder Zusatz zu PG: Wirkt bei häufigem Gebrauch austrocknend auf die Schleimhaut von Mund und Nasen-Rachenraum.


Cancerogen:

Nitrosamine (TSNA, tabakspezifische Nitrosamine) wurden in Spuren in nikotinhaltigen Liquids nachgewiesen. Der Gehalt entspricht ungefähr dem der als Arzneimittel zugelassenen nikotinhaltigen Rauchersatzprodukte (wie Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Inhaler etc.), denn das Nikotin für alle diese Produkte wird aus Tabakblättern extrahiert.


Giftig:

Nikotin (außer in nikotinfreien Liquids)


Sonstige:

Wasser
Verschiedene Aromastoffe, Zusammensetzung je nach Geschmacksrichtung unterschiedlich.


Der Dampf von e-Zigaretten enthält keinen Feinstaub wie der Rauch von Tabakzigaretten. Es gibt kein Kondensat (Teer), keinen Nebenstromrauch und kein Passivrauchen.

Alle Bestandteile (außer Wasser) können bei persönlicher Disposition Unverträglichkeiten hervorrufen. Allergieähnliche Beschwerden sind im Forum seit dessen Bestehen vereinzelt berichtet worden und konnten meist nach Umstellung auf andere Sorten bzw. einen anderen Basisstoff beseitigt werden.

Bitte beachten: Es ist noch ungeklärt, welche thermischen Zersetzungsprodukte möglicherweise bei einer zu hohen Verdampfungstemperatur entstehen könnten. Deshalb immer auf den vorschriftsgemäßen Gebrauch der Geräte achten! Modifikationen der Geräte und der Betrieb außerhalb der Spezifikation geschehen wie bei jedem anderen Gerät auf eigene Gefahr.
Es ist vor allem bei der Verwendung von glycerinhaltigen Liquids angeraten, den Verdampfer nie ganz trocken zu dampfen, damit die Heizwendel nicht (wegen Wegfall der Kühlung durch Flüssigkeit und Verdampfung) zu heiß wird und der verbliebene Liquidrest sozusagen "verbrennt". Auch die Entstehung von Acrolein ist dabei nicht mit Sicherheit auszuschließen. Allerdings zeigt die Geschmacksveränderung des Dampfs rechtzeitig vorher an, dass es Zeit ist, Liquid nachzufüllen.


EDIT 07.05.2012:
Inzwischen wurde durch die Untersuchung von Shigehisa Uchiyama unabsichtlich bewiesen, dass auch bei einem Betrieb weit außerhalb der Spezifikation nur sehr geringe Schadstoffwerte gemessen werden konnten.

EDIT 30.04.2015 Link durch Archiv-Link ersetzt.
10.04.2010 23:04
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