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Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
thyk Offline
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Beitrag #1
Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
Hallo,
ich lese momentan diesen Einsteigerkurs ins Selbstwickeln
Prinzipiell hab ich es verstanden, dass man eine Coil zusammenpressen soll - wegen besserer Kühlung über die Zugluft und sehr wahrscheinlich auch gleichmäßigere Erhitzung von innen nach außen.
Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist allerdings der kleiner werdende Raum zwischen den Wicklungen, damit der Dampf entweichen kann [etwa so ähnlich wie ein Deckel auf einem Kochtopf]. Ich hab mal versucht in einer Zeichnung darzustellen, wie ich mir das vorstelle:
Die blaue Fläche ist der Liquidfluss innerhalb eines Dochtes oder Watte. Im oberen Bild sind drei Windungen im Querschnitt gezeichnet (mit einer heißen Oberfläche). Im unteren Bild sind diese Windungen zur Microcoil zusammengepresst.
Die Pfeile sollen die Entweichmöglichkeiten des Dampfes darstellen. Da die Windungen sich nicht berühren sollen (sonst wäre es ein Kurzschluss) ist zwar ein minimaler Spalt vorhanden (im unteren Bild). Ich frage mich jedoch, ob der Spalt ausreicht, den Dampf dort genügend entweichen zu lassen, oder ob er nicht seitlich an der Coil austritt?


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19.03.2016 15:25
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Micullus Offline
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Beitrag #2
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
jein ... fast richtig.
es geht dabei eigendlich darum eine kapillarwirkung zu ereichen um möglichst viel des drahtes mit liquid zu benetzen.
einen luftdichten abschluss erreicht man damit nicht da man dafür den draht verschweissen müsste.
das ist auch logischer weise nicht gewollt da damit auch der liquidfluss abgeschnitten werden würde.

in deinem 2. bild musst du dir eine 2. blaue schicht oberhalb des dochtes zwischen den windungen denken die 3/4 des drahtes einschliesst.
19.03.2016 15:57
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BiggerBalu Offline
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Beitrag #3
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
Zum vielleicht besseren Verständnis schau Dir mal dieses Video an :

Philgood Microcoils

Da wird es sehr gut erklärt,mit seinen Videos habe ich mich auch nächtelang die Zeit vertrieben ;-)

Ich war allerdings schnell von den Microcoils wieder weg,finde spaced Coils "schmackhafter" oder ich habe noch nicht die richtige Microcoil gefunden ;-)

Gruß Balu

Edit : zusatz eingefügt
19.03.2016 16:04
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thyk Offline
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Beitrag #4
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
@Micullus
Kapillarwirkung... so (theoretisch)..???


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19.03.2016 16:35
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Heinz70 Offline
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Beitrag #5
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
In der Praxis bin ich von Microcoils seit einiger Zeit wieder weg.
Ich wickle eng aneinander liegende Runden. Zwar drücke ich beim ausglühen des V2A die Coil zusammen, danach
ziehe ich sie mit der Pinzette aber wieder auseinander. Dieses Spiel hilft meiner Erfahrung nach ein sauberes Glühbild zu bekommen.
Für den Betrieb allerdings immer auseinander. Dabei ist es mir egal ob ich auf 0,5 Ohm oder 1,4 Ohm wickle.
19.03.2016 16:41
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Micullus Offline
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Beitrag #6
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
genau! wie du in deinem 3. bild sehen kannst, sind die windungen in der mitte zu einem höheren prozentsatz mit liquid versorgt
als die äusseren.

was dort genau passiert kannst du dir deutlicher vorstellen wenn du ein blatt papier (löschblatt geht noch besser) 1x in der mitte faltest und in den kaffeebecher stellst. dort kannst du noch besser sehen wie der kaffee von den kapillaren im papier nach oben gesaugt wird.
19.03.2016 16:57
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Garmin Offline
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Beitrag #7
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
Ich bin auch schon seit einigen Monaten kein Fan mehr von MicroCoil- Wicklungen.
Ich sehe den Vorteil von MC- Wicklungen darin daß man sehr einfach optisch schöne und gleichmäßig geformte Wicklungen herstellen kann. Ich wickle auf einem Spiralbohrer schön gleichmäßig enganliegend, dann nehme ich die Coil runter, drücke die Coil mit einer Pinzette zusammen- dann glühe ich sie ganz leicht und kurz über einer blauen Gasflamme. Ist eher ein ganz kurzes "Erwärmen".
Sinn und Zweck ist für mich ein Spannungsarmglühen des Drahtes, er wird dadurch weicher. Dann schiebe ich die jetzt enganliegende Coil wieder auf den Dorn, fasse ein Ende ganz nah am Dorn mit einer Spitzzange, ziehe kräftig am anderen Ende- der Draht gibt noch 1-3mm nach, die Windungen liegen dann eng und sauberst am SpiBo an, also wunderbar zylindrisch.
Dann nehme ich eine sehr spitze Pinzette (oder Stecknadel), piekse sie zwischen jede einzelne Windung der noch auf dem Dorn befindlichen Coil- erst von einer Seite der Coil, dann von der anderen Seite. Dadurch kriegen die Windungen einen gleichmäßigen Zwischenraum- ein Zehntelmillimeter reicht mir schon. Fertig.
Einbauen, Watte durch, losdampfen.

So habe ich das auch bei Ni200- Draht gemacht für TC- Betrieb. Ni200- Coil- Drahtwindungen sollten sich nicht berühren, sonst spinnt die Temperaturregelung, weil dieses Drahtmaterial einen sehr niedrigen elektrischen Widerstand hat- zwei sich berührende Windungen führen schon zu heftigen Widerstandsschwankungen, die TC- Regelung wird konfus und schaltet i.d.R. dadurch in den VW- modus- oder es gibt HotSpots und es kokelt dann doch.

Aber meine Ni200- Zeiten sind Gottseidank vorbei, heute nehme ich 0,5mm V2A- Draht- sowohl für TC wie auch VW- das funktioniert wesentlich besser und problemloser.
Ich bin von der MC- Coil weggekommen weil ich mir dieselben Fragen gestellt habe wie du, thyk- und hatte aber auch das Problem daß die MCs mit dem Calipter Cow- Liquid (von Twisted Vaping) alle zwei Tage zugekleistert waren durch Ablagerungen.
Habe dann "Spaced"- Coils probiert- die blieben sauberer, somit wartungsärmer, gaben mehr Dampf, schmeckten mir besser. Und so bin ich dabei geblieben...

Übrigens habe ich auch den Verdacht daß der Hype mit den MicroCoils eine Zeitlang eher eine gewisse Modeerscheinung war... Wink

Wie gesagt- der Hauptvorteil mit diesem "Glühpressen" der Coil ist m.M.n. daß die Coil gleichmäßiger aussieht. Aber hinterher siehe ich sie wieder auseinander- aus o.A. Gründen.
20.03.2016 00:18
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Heinz70 Offline
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Beitrag #8
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
"Glühpressen" 66
20.03.2016 00:37
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sert Offline
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Beitrag #9
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
Ich mach es wie Garmin. Mein Wickelgott Wink

MC lass ich sein. Vor allem dunkle Custard Liquids killen die Coils.
Nach 2 Tagen könnt man beim Anblick denken, da wäre Teer im Liquid
20.03.2016 10:26
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thyk Offline
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Beitrag #10
RE: Verständnisfrage zu Wickelkurs (Micro-Coil)
Danke für die Antworten - waren für mich alle verständlich.
Also hab ich jetzt selber die Abwägung zu treffen und je nach Liquidsorte (hell, dunkel) meine Entscheidung zu fällen. Ich habe jedoch (auch) Verdampfer mit einem Luftkanal von ca. 1,0 mm. Wenn man jetzt Spulen wieder auseinander zieht, kommen sie selbst bei 5-6 Windungen auf 2-2,5 mm Breite*. Hab ich bei diesem Beispiel schon Probleme mit der Kühlung oder Dampfentwicklung?
Gruß, Thyk

*bei 0,22 mm Drahtdicke
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@heinz70: vielleicht sollte man den Beruf "Schmied" wieder einführen..? Der kann u.U. dem Wort "glühpressen" eine Bedeutung schenken... Big Grin
20.03.2016 12:11
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