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Akkus für Mech-MODs (rein mechanische Akkuträger)
DeKoepi Offline
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Beitrag #1
Akkus für Mech-MODs (rein mechanische Akkuträger)
Rein mechanische Akkuträger besitzen keinerlei Schutzschaltungen, sondern leiten via manuellem analogen Schalter den Strom zum Verdampfer. Dies widerspricht in der Regel den Herstellervorgaben, die LiIon-Zellen ausschließlich mit Schutzschaltungen zu verwenden. Dieses Risiko muss einem unbedingt bewusst sein, wenn man mit MechMODs liebäugelt!

Das Problem ist, das Akkus mit Schutzschaltung aufgrund der größeren Länge meist nicht in MechMODs passen. Zusätzliche Schutzschaltungen wie Kick oder VapeSafety Fuse sind aufgrund des Platzmangels meist ebenfalls keine Option. Zudem sind die Schutzschaltungen an den Akkus in der Regel für 7A und weniger ausgelegt - MechMOD-Nutzer wollen regelmäßig aber größere Leistungen abrufen.

Grundsätzlich raten wir daher Neueinsteigern zu geregelten Akkuträgern, die es bereits mit brachialen Leistungen gibt - 200W ist fast schon Standard. Damit sollten sich die meisten Bedürfnisse bereits erschlagen lassen, und da sind die Regeln zu Akkuempfehlungen eindeutig: Das, was der AT-Hersteller vorgibt, muss auch laut Datenblatt vom Akku geleistet werden. Hierbei ist der Worst-Case ausschlaggebend: Akkuträger verstellt sich in der Tasche unbemerkt auf Maximalwert und durch beispielsweise Gehbewegungen wird der Feuertaster immer wieder gedrückt und losgelassen. Das wäre dann quasi Dauerlast mit Maximalwert.

Für MechMODs sollte man sich unbedingt in die LiIon-Akkutechnik einlesen(*1) und dieser mit gesundem Respekt begegnen. Wir haben bereits mehrere Ereignisse, in denen die Taster auf Kurzschluss verschweißt waren aufgrund der hohen möglichen Ströme. Also immer einen Notfallplan bereithalten und gelegentlich üben, wie man den Akku auf diverse Arten rasch aus dem Mod bekommt!

Akku-Empfehlungen müssen in die Richtung gehen, dass die etwas sicherere LiMn-Chemie (oder gar LiFePO) den Vorzug hat und zudem ausreichend leistungsfähig ist, die gewünschten niedrigen Wicklungs-Widerstände bei Vollladung auch zu bedienen. Zudem ist ein ordentliches Multimeter Pflicht, um die Akkus zu vermessen und grob den Widerstand der Wicklung zu testen (nach jedem neu Wickeln und jeder Wicklungs-Neuausrichtung!). Handelsübliche Multimeter können unter einem Ohm jedoch maximal noch grobe Richtungen angeben. So kurz vor Kurzschluss ist der Leistungsanstieg quasi exponentiell (U/R = I, also Batteriespannung / Widerstand = Strom), daher sehr wichtig, genau zu messen. Dies können einige Wickelsockel, Akkuträger mit Temperaturregelung sind ebenfalls mit Präzisionsmessungen ausgestattet. Eine einfache Kaufempfehlung können wir hier allgemeingültig nicht geben. Man muss aber um diesen Fakt wissen. Der Unterschied zwischen 0,2 und 0,1Ohm ist riesig (bei 4V bereits 20A zu 40A)! Und schon den kann ein normales Multimeter nicht feststellen.

*1: Zu LiIon-Technik bitte mindestens unsere Sticky-Threads durchlesen und verstehen:
Akkuchemie: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-59857.html
Niederohm-Dampfen und Akkus: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-70040.html
Schutz für MechMODs: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-78250.html
17.08.2016 21:57
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