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Edelstahl ausglühen?
helmut75 Offline
*** ver(w)irrt ***
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Beitrag #31
RE: Edelstahl ausglühen?
Ich finde es immer wieder lustig, wie hier kompetent über Stähle geschrieben wird, am Ende dann sowas wie "bin ja kein Materialkundler, aber muss ja wohl so sein".

Da wird dann von organischen Stoffen geredet, die plötzlich auf dem scheinbar demnach wohl anorganischen Stahl rumliegen*
Dazu dann den 3-Monats-"Chemiker" als Referenz aufgeführt
Erklärt, daß Edelstahl** Zuschläge*** wie Nickel**** oder Chrom**** hat
...
...
...

Sorry Leute, um euch mit korrosionsbeständigen Stählen zu vergiften, müsst ihr schon ein bisschen mehr damit anstellen als sie manchmal aufglühen zu lassen und gelegentlich später damit zu dampfen, übern Stachus gehen ist da effizienter Laugh

Bin übrigens auch kein Materialkundler, weiß aber zufällig berufsbedingt recht gut über Metalle, insbesondere Fe-Legierungen, Bescheid Big Grin

LG, Helmut

* organische Chemie: alles, was mit Kohlenstoff zu tun hat, kleiner Hinweis: Kohlenstoff im Metall macht Eisen zu Stahl Wink
** Edelstahl bedeutet immer noch: besonders reiner Stahl mit weniger als 0,025% Phosphor und Schwefel
*** Zuschläge sind Stoffe, die im Hochofen zugeschlagen werden, um z. B. die Schmelze von unerwünschten Begleitern (z.B. P & S) zu reinigen
**** Ni & Cr sind Legierungselemente, um z. B. aus einem vorhandenen Edelstahl einen korrosionsbeständigen Stahl zu machen
07.02.2017 08:47
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_Y@V_ Offline
Noch so'n Dampfer ;)
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Beitrag #32
RE: Edelstahl ausglühen?
Servus & Moin,

@helmut: ich bin mir unsicher, ob Du mich meinst, da ich von der Chemie ja nix geschrieben habe.

@alle: wer dazu Lust hat, kann ja testweise mal eine Edelstahlcoil bis zur Gelbglut erhitzen und schauen, ob das, was ich beschrieben habe, passiert. Bei mir ist es passiert, sogar mehrfach (zum Teil aus Doofheit, man sollte seinen AT bei sowas ausschalten, weil man doch gerne beim Handling mal versehentlich die Feuertaste erwischt).

WARUM das passiert, darüber lasse ich mich gerne belehren, im Rahmen dessen, was ich ohne Metallerstudium in weniger als einer Stunde erfassen kann, ich setze da einfach mal eine praxisnahe Grenze für mich, da ich kein Chemiefachmann werden möchte.

Mit interessiertem Gruß
07.02.2017 09:05
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Vaporino Offline
vor nix fies
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Beitrag #33
RE: Edelstahl ausglühen?
Mir reicht's.Angry

Ich nehm ab sofort nur noch Gold. 18 Karat. Big Grin
07.02.2017 09:19
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Daft Mechanic Offline
verrückter Mechaniker
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Beitrag #34
RE: Edelstahl ausglühen?
Also ich glühe meine V2A-Drähte immer aus. Ich pulsiere erst etwas, damit sich die Wärme gute verteilen kann und dann geb ich Feuer, bis die Wicklung hellgelb ist. Noch nie in meinem Leben ist ein Draht dabei durchgebrannt oder hat sich verformt...

Das, was beim Ausglühen am Draht verbrennt werden wohl Fertigungsrückstände wie Öle oder Kühlflüssigkeiten sein. Kann mir nicht vorstellen, dass da Material abbrennt.

Wer beim Ausglühen mal genau aufpasst sieht auch, dass sich eine kleine Rauchwolke bildet beim ersten mal Feuern. Ist ganz winzig und man sieht sie kaum, wer aber mal mit seinem Kopf zu diesem Zeitpunkt über der Wicklung war weiß was ich meine.

Entweder man hat brennende Augen (Rauch im Au` brennt wie Sau!) oder man atmet den Schmodder ein, was wahrlich kein Vergnügen ist.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich das beim ersten Zug an meiner E-Zig in die Lunge pfeife brenne ich meinen Draht lieber aus...
07.02.2017 09:23
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ophone Offline
Don Pomodoro
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Beitrag #35
RE: Edelstahl ausglühen?
(05.02.2017 01:15)RaWe schrieb:  Zur Not kann man die Coil auch mal eben kurz unter den Wasserhahn halten, aber bitte ohne den AT zu fluten Wink

Ich nehme dafür ein kleines Glas, randvoll gefüllt mit Wasser, und tunke die heiße Wicklung da rein, dann hat sie normalerweise wieder den Ausgangswiderstand. Außerdem lösen sich so Rückstände von ihr.


Edit: "Auf mit "von" ersetzt.
__________
Ich dampfe gerade:
DEA Batida im FeV V3.5 auf Dicodes No 6
07.02.2017 09:25
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Daft Mechanic Offline
verrückter Mechaniker
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Beitrag #36
RE: Edelstahl ausglühen?
(07.02.2017 09:19)Vaporino schrieb:  Mir reicht's.Angry

Ich nehm ab sofort nur noch Gold. 18 Karat. Big Grin

Kannst auch Lötzinn nehmen... Bei spätestens 240 Grad schmilzt es. Somit gibt es keine Wicklung mehr, die befeuert werden kann. Wäre doch eine super TC - Regelung, die man auch auf Mech-Mods anwenden kann.

Ironie off
07.02.2017 09:26
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helmut75 Offline
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Beitrag #37
RE: Edelstahl ausglühen?
@ _Y@V_:
Mit "kein Materialkundler" habe ich durchaus Dich gemeint, mit organisch/anorganisch nicht, das hat wer anderes geschrieben.

Erklärungen für Deine Widerstandsänderungen hat der (im Vergleich zu mir in Sachen Elektr(on)ik wesentlich kompetentere) werz schon so einige gebracht.

Ich persönlich glühe meine AISI317L- und AISI304-Wicklungen beim Ausrichten und schön machen immer aus, manchmal auch richtig ins fast Dunkelgelbe.
Dann weiß ich, daß keine Hotspots mehr drin sind und alles so dampft, wie es soll.

Selbst wenn es irgendwie zum von manchen Dampfern so sehr gefürchteten Chromoxid kommen sollte (dazu muss der Stahl aber schon fast teigig werden, kommt nach hellgelb, das eher schon weiß ist, und kurz vor weggeschmolzen), wäre es äußerst schwierig bis fast unmöglich, das einzig giftige Chrom(VI)-oxid (CrO3) zu erzeugen. Alle anderen Chromoxid-Varianten (CrO, Cr2O3, CrO2) sind mW unbedenklich.
Selbst Dr. F. hat damals in seiner "DryBurn-Studie" lediglich Cr2O3 gefunden und gesagt, daß CrO3 nicht nachgewiesen werden konnte, dennoch schloss er nicht aus, daß es evtl. vlt. trotzdem irgendwie irgendwo da sein könnte...

LG, Helmut
07.02.2017 09:33
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Cloudweaver Offline
Captain Obvious
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Beitrag #38
RE: Edelstahl ausglühen?
(07.02.2017 01:07)Gordon Shamway schrieb:  Sprich, 1000 mal "Glühen und zwischen drin genug Zeit zum wieder anrosten" wären notwendig, um aus einem einen 0,3mm Draht einen 0,29er Draht, respektive einen Draht mit 0,05 Ohm weniger Widerstand zu machen.

Ein dünnerer Draht des selben Materials hat aber bei gleicher Länge mehr Widerstand. Damit kann man den beobachteten Widerstandsabfall nicht erklären.
07.02.2017 09:34
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MajorGriffon Offline
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Beitrag #39
RE: Edelstahl ausglühen?
(07.02.2017 08:47)helmut75 schrieb:  * organische Chemie: alles, was mit Kohlenstoff zu tun hat, kleiner Hinweis: Kohlenstoff im Metall macht Eisen zu Stahl Wink

Kohlen-Wasserstoff-Chemie. Stahl ist nicht mal metallorganisch sondern eine Legierung.
Aber unsere Liquids sollen finsteren Gerüchten zu folge einige organische Stoffe enthalten, deren Überreste auf dem Draht dann wohl auch.

Bei nur halbwarmen Ausglühen des benutzten Drahtes können die böse Sachen machen und sich in etwas verändern... nun, da könntest Du auch rauchen.

Übrigens können die in der pyrolytischen Ursuppe auch wieder Verbindungen mit dem Metallen der Stahllegierung eingehen.

Nur wenn der Draht ordentlich heiß wird ist halbwegs gewährleistet, das sich die organischen Überreste des Liquids und der Aromen vollständig zu anorganischen Aschen zersetzen.

Zitat:** Edelstahl bedeutet immer noch: besonders reiner Stahl mit weniger als 0,025% Phosphor und Schwefel
*** Zuschläge sind Stoffe, die im Hochofen zugeschlagen werden, um z. B. die Schmelze von unerwünschten Begleitern (z.B. P & S) zu reinigen
**** Ni & Cr sind Legierungselemente, um z. B. aus einem vorhandenen Edelstahl einen korrosionsbeständigen Stahl zu machen

Sach mal... passiert Dir das ab und an, das Dich jemand Klugscheisser nennt? Wink
07.02.2017 09:57
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helmut75 Offline
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Beitrag #40
RE: Edelstahl ausglühen?
Ja, Leute, die Begriffe wiederholt und konsequent falsch einsetzen, nennen mich schonmal so, was mich aber absolut nicht belastet.

Auch hier wird gerne mit verschiedenen Maßstäben gemessen.
Beispiel:
Hier schreibt ein Newbie, daß er seine Dampfe bei xy W raucht, schon wird er verbessert, daß er nicht rauche. <- völlig O.K. so
Andere Fachbegriffe werden aber willkürlich oder gar vorsätzlich falsch eingesetzt, wenn man das verbessert ist man gleich ein Klugsch***
Wink

BtW:
Zitat:Die organische Chemie ist ein Teilgebiet der Chemie, in dem die chemischen Verbindungen behandelt werden, die auf Kohlenstoff basieren, mit Ausnahme einiger anorganischer Kohlenstoffverbindungen und des reinen Kohlenstoffs.
Kein Wasserstoff in der Definition enthalten, wobei mir bewusst ist, daß oft auch Kohlenwasserstoff als organisch bezeichnet wird.

(07.02.2017 09:57)MajorGriffon schrieb:  Stahl ist nicht mal metallorganisch sondern eine Legierung.
Fe3C (Zementit) ist durchaus eine (organische) chemische Verbindung, die im Stahl vorhanden ist (neben u. U. Ferrit und Perlit) Wink

LG, Helmut
07.02.2017 10:08
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