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Im Dschungel der Großverdampfer
Akke Offline
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Beitrag #1
Im Dschungel der Großverdampfer
Seit einiger Zeit verdichtet sich bei mir der Eindruck, dass es für Neueinsteiger schlicht weg nicht mehr möglich ist durch die Vielzahl der verschiedenen Neuentwicklungen im Verdampferbereich durchzublicken.

ich hab mich daher entschlossen da etwas Licht und Übersichtlichkeit in die Thematik zu bringen um auch unerfahrenen und nichtbastelnden Dampfern die Großverdampfer etwas näher zu bringen.

Geschichte

2009 brachte GreenCig auf dem Europäischen Markt ein für die damalige Zeit sensationelles Dampfgerät heraus. Die G120 war eine Zigarre mit integriertem Einweg Depot/Verdampfer und einer Dampfleistung, die bis dahin nicht erreicht wurde. Vinir*tte brachte das Gerät dann exclusiv unter der Bezeichnung VR4 auf den deutschen Markt.
   

Bald wurden diese Einwegverdampfer durch die Bastler hier zerlegt und man erkannte die Vorteile der neuen Technik.
Eine Faser im Verdampfersockel wird mit einem Heizdraht umwickelt.
   
Die Faser versorgt den Heizdraht aus einem darüberliegenden Wattedepot mit Liquid. Depot und Liquid sind in ein ca. 17mm breites Plastikmundstück eingeklebt und werden, wenn das Liquid verbraucht ist oder der Heizdraht durchgebrannt ist, einfach entsorgt. Zum ersten mal kam hier als Verbindung zum Akkuträger der Innenhohlstecker zum Einsatz.

Diese einfache aber recht wirksame Technik liefert mehr und besseren Dampf als die bis dahin ausschließlich genutzte Technik der verschiedenen DSE Serien, Zigarren und Pfeifen, die eine Drahtnetz zum Liquidtransport nutzten.

Die G120 / VR4 ist so gesehen die Mutter aller fasergestützten Großverdampfer die im Folgenden daraus als Mehrwegsysteme entwickelt wurden.

Mehrwegfähigkeit

Schnell wurde klar, dass ein so wirksames Verdampferprinzip weiter entwickelt werden sollte. Zumindest sollten zunächst die G120/VR4 mehrwegfähig gemacht werden, sodass man die Depots einfach wiederbefüllen kann und den Verdampfersockel mehrmals verwenden kann.

@ichbines war es, der eine einfache Lösung für das Problem präsentierte. Das Innenleben der G120/VR4 (Depot und Verdampfersockel) wurde einfach in ein Edelstahlrohr eingesetzt und mit einem passenden Mundstück versehen.
Der VRxx war geboren.
Viele der mittlerweile zahlreichen begeisterten VR4 User konnten nun die Lebenszeit der Einwegverdampfer mehr als vervierfachen und sich die Depots mit Liquids ihrer Wahl schmackhaft machen.

Wer nicht selber Hand anlegen wollte konnte kurz darauf in Cetins Shop (bulli-smoker.de) den "Nubsi" kaufen. In das handgefertigte Aluteil mit integriertem Mundstück passten die VR4 Depots und Verdampfersockel hervorragend hinein. Das Nachfüllen der Depots und der Wechsel der Verdampfereinheit war nun auch absoluten Nichtbastlern problemlos möglich.

Die Maße des VR4 und damit die Dimensionen der Mehrwegumhüllungen sind bis heute zum Standard aller weiteren Faserverdampfer geworden. Und die Depotbehälter incl. der sehr guten Watte werden bis heute von auch ehemaligen VR4 Nutzern immer wieder verwendet und sorgfältig gehütet.

Wer also heute mit einem modernen VR-Plug, VR-Screw oder A-1 Verdampfer einsteigen möchte tut gut daran, sich den einen oder anderen original VR4 zu besorgen ohne dessen Depots ein Betrieb sonst nicht so einfach möglich ist.

Akkuträger

Die relativ schwachen Akkus der G120/VR4 konnten bald durch eine Bulli-Serie von Cetin ersetzt werden. Die Bullis hatten den speziellen Hohlstecker der VR4 und waren in verschiedenen Größen für unterschiedliche Akkus erhältlich. Bis heute ist der "Bulli Extreme VR4" ein beliebter Akkuträger und formschöne Alu-Zigarre.
   

Parallel dazu bastelten sich die handwerklich geschickteren User kleine Plastikkästchen, Taschenlampengehäuse und allerlei andere Behältnisse mit passenden VR4 Buchsen, in die die Verdampfer z.T. versenkt eingesteckt werden konnten.

Beispiele sind hier die Blue-Line-Box von @ichbines oder der Aurora von @Bulli
Cetins Bullis sind allerdings bis heute die einzigen Geräte mit VR4 Anschluss, die käuflich zu erwerben sind.

Natürlich kann sich ein Bastler immer die entsprechenden Adapter herstellen. Kaufen kann man einen VR4 Adapter allerdings nur für das Kameleon, das bei Party Nebula vertrieben wird.

Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 10:13
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Akke Offline
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Beitrag #2
RE: Im Dschungle der Großverdampfer
ich glaube, bis hier hin ist schon deutlich geworden, dass die Geschichte der Großverdampfer auch eine Geschichte der Bastler war. Viele Dinge, die gut funktionieren, preiswert und bei Wartung und Reparatur unkompliziert sind, sind ohne Basteleinsatz nicht denkbar.

Das ist bis heute so geblieben und verhindert m.E. die Verbreitung dieser Verdampfer. ich kenne nicht wenige, denen das Zuschneiden und Wickeln einer neuen Wendel schon zu aufwändig ist.

Die Versorgungskrise


Ende 2009 waren für längere Zeit keine G120/VR4 mehr zu bekommen. Wohl dem, der sich einen kleinen Vorrat zugelegt hatte und die Durstmonate überbrücken konnte. ich gehörte leider nicht dazu.
Dann, als endlich wieder neue VR4 zu kaufen waren, stellte sich schnell heraus, dass viele davon schlichtweg unbrauchbar waren. Die Wendel waren zu kurz gewickelt, dadurch der Wiederstand zu gering und die Heizleistung viel zu hoch. Die Verdampfer schmeckten scharf und verbrannt und die VR4 Fangemeinde, die mittlerweile auch auf die Mehrwegtechnik umgestiegen war, zu Recht stinksauer.
Die schon angeschlagenen Reputationen eines bekannten Händlers waren nun endgültig hin.

Aber jede Krise hat auch ihre positiven Effekte Wink

Es begann ein intensiver Prozess, sich von Herstellern und Vertrieb unabhängig zu machen. Und aus diesem Prozess sind bis heute viele geniale Entwicklungen entstanden, die kürzlich in dem ersten kommerziellen Angebot mit Cetins A-1 Vorstellung ihren bisherigen Abschluss gefunden haben.

Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 10:31
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Akke Offline
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Beitrag #3
RE: Im Dschungel der Großverdampfer
VR-Screw und VR-Plug

Viele VR4 User versuchten die "schlechten" Verdampfer in schrecklich fummeliger Kleinarbeit wieder dampfbar zu machen, indem sie die Wendel mit höherem Wiederstand neu wickelten. Ein Schwedischer Hersteller lieferte dazu über EBay mittlerweile den Kanthaldraht, der bis heute für die Herstellung der Heizwendel Verwendung findet. Gebräuchlich sind Stärken von 0,16mm und 0,2mm .
Die Erfolge zeigten schnell, dass der chinesische Hersteller geschlampt hatte und dass mit der richtigen Kanthaldrahtlänge wieder ein wohlschmeckender Verdampfer zu machen war.

Warum also nicht einen Verdampfersockel selber herstellen, bei dem nur noch Draht und Faser gewechselt werden müssen? Damit würde das Dampfen auf VR4 Niveau auch konkurrenzlos preiswert werden.

Die Konstruktion sollte so einfach wie möglich gehalten werden, günstig herzustellen sein, einfach ohne Spezialwerkzeug (Drehbank etc.) zu bauen sein und die Handhabung sollte so simpel wie möglich gemacht werden. Die Maße der VR4 Lösungen sollten beibehalten werden, damit die Behälter aus Edelstahl und die Nubsis weiterhin Verwendung finden könnten.

Unter der Leitung von @ichbines fand sich ein engangierter Test- und Entwicklerkreis, der das Problem in den Griff bekommen wollte. @ichbines stellte mehrere Prototypen aus verschiedenen Materialien vor, die er aufwändig von Hand drehte und dem Testerkreis zur Verfügung stellte. Parallel dazu begann die Suche nach einer geeigneten Faser für die Verdampfer. Hunderte von Geschmackstests mit unterschiedlichem Faser- und Trägermaterial bis hin zu mikroskopischen Untersuchungen der verschiedenen Fasern kamen schliesslich zu dem Ergebnis, dass Gießkeramik in Verbindung mit einer Glasfaser die besten Ergebnisse liefert.

Ein Problem war auch der Anschluss zum Akkuträger. Einerseits wollte man Kompatibilität zu vorhandenen Akkuträgern andererseits aber auch eine wirklich stabile und jederzeit kostengünstig reproduzierbare Lösung.
Nach einigen Versuchen u.a. auch mit Lautsprecher Buchsen/Steckern kristallisierte sich die Cinchverbindung als die beste heraus. Auch wenn sie nicht kompatibel zu herkömmlichen Akkuträgern ist, ist sie m.E. die stabilste, kostengünstigste und jerzeit verfügbare Lösung und viel besser zu verarbeiten, als die herkömmliche Hohlsteckervariante.

Verschiedene VR-Screw Versionen gingen dem VR-Plug voraus, der m.E. die eleganteste Lösung ist und mit dem die fasergestützte Verdampferentwicklung nun ihren Abschluss gefunden hat.


Der VR-Plug

[Bild: attachment.php?thumbnail=12120]

Der VR-Plug besteht aus einem Gießkeramiksockel, in den die Faser/Heizwendel Kombination einfach gesteckt wird. Durch unterschiedliche Drahtlängen kann die Dampfstärke variiert werden. Der Draht kann in Länge mit handelsüblichen Aderendhülsen vorkonfektioniert werden. Dadurch kann man auch unterwegs schnell und einfach Fasern und Wendel austauschen.

Der VR-Plug hat einen Cinchstecker. Man benötigt also einen entsprechenden Akkuträger oder einen Adapter.

Der VR-Plug wird in eine Edelstahlrohr, das o.g. VRxx Rohr eingebaut. Maße des Rohres L 50mm, ID 15mm, AD 18mm.
Ein "Nubsi" tut es aber genau so. Man kann den Plug sogar in ein VR4 Plastikgehäuse einbauen, vorausgesetzt man bekommt das Gehäuse zerstörungsfrei isoliert.

Leider ist das alles bis heute nicht kommerziell erhältlich und muß selbst gebastelt werden. Das ist nicht schwierig, schreckt aber doch viele von diesem tollen Gerät ab. Für mich ist der VR-Plug das Ende meiner Suche und wird mich das Leben lang begleiten.


A-1 die Alternative

Bei Cetin bekommt man seit neustem den A-1. Der A-1 ist ein Komplettgerät, d.h. man bekommt Verdampfersockel und Gehäuse aus einem Guss. Sehr schön verarbeitet und mit einem Schraubgewinde versehen ist er eine hochwertige Alternative zum Plug, die ich denjenigen, die nicht besteln wollen gerne empfehle. Als Anschluss verwendet der A-1 einen Hohlstecker in der Art der alten VR4, sodass ehemalige Vr4 Akkuträger problemlos zu nutzen sind.
Die Wendel wird nicht wie beim Plug gesteckt sondern mit zwei Schrauben befestigt. Die sind, da das gesamte Gerät aus Metall besteht, im Verdampfersockel besonders isoliert.
Meine beiden Geräte hatten leider mit dieser Isolierung Probleme, was aber nicht bedeuten soll, dass der A-1 nicht gut ist. Wer schon einmal mit leitenden Bauteilen gebastelt hat, weiß, dass so etwas durchaus mal vorkommen kann, und ich bin sicher, das Cetin das Problem in den Griff bekommt.
ich finde es sehr gut, dass sich Cetin kommerziell mit dem Bau eines Mehrweg-Faserverdampfers beschäftigt hat und so auch Nichtbastlern das Verdampferprinzip eröffnet.


Der Hoss

@Raidy hat, bevor er sich der Genesis Baureihe gewidmet hat, auch einen Faserverdampfer gebaut, der hier nicht unerwähnt bleiben soll. Der Hoss ist ähnlich aufgebaut wie der A-1 von Cetin. Wendel und Faser werden mit Schrauben befestigt. Das ganze ist sehr hochwertig aus Metall gedreht. Raidies Bauten sind immer handwerklich vom Allerfeinsten.
Als Isolierung zum Gehäuse werden Glasröhrchen verwendet.

[Bild: attachment.php?aid=10141]

Wer einen Hoss selbst bauen möchte muss schon erhebliches handwerkliches Geschick mitbringen und über eine Drehbank sowie vernünftiges Werkzeug verfügen.


Und wie Dampft es nun?

VR-Plug, A-1 und Hoss sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut:

[Bild: attachment.php?thumbnail=13084]

Daher ist deren Dampfleistung durchaus vergleichbar. Die ist klar besser als bei allen Kleinverdampfern und höchstens noch mit Pfeifenverdampfern vergleichbar.
Da man durch die Länge des Heizdrahtes die Dampfleistung, den Geschmack und "Flash" selber sehr schön variieren kann gibt es für mich nichts Vergleichbares auf dem Dampfermarkt. Jeder kann sozusagen seine eigene persönliche Lieblingskonfiguration finden, einstellen und sogar abhängig vom Liquid variieren.
Was will man mehr.

Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 11:46
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Akke Offline
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Beitrag #4
RE: Im Dschungel der Großverdampfer
Die nächste Generation

Irgendwie geht jede Entwicklung weiter. So auch die Verdampferentwicklung. Von @raidy war ja im Zusammenhang mit dem Hoss schon die Rede. Wohl der kreativste und technisch versierteste Bastler hier, dazu mit einer super Werkstatt ausgestattet, war klar, dass da was ganz Neues zu erwarten war.

Ein Verdampfer ganz ohne Fasern und Watte, die das Liquid speichert. Der Genesis und seine zahlreichen Spielarten.

Bei Genesis-Prinzip wird ein Docht aus sehr feinem Edelstahlsieb in ein mit Liquid gefülltes Depot gesteckt. Um diesen Docht wird der Heizdraht gewickelt. Das Edelstahlsieb zieht durch den Kapillareffekt das Liquid aus dem Depot und wird dann an der Heizwendel verdampft.
Durch die bis auf das Depot ausschließliche Verarbeitung von Metall bekommt man einen sehr reinen Liquidgeschmack. Die Dampfleistung und der "Flash" lassen sich durch unterschiedliche Dimensionierung von Netz und Heizwendel einstellen und nach persönlicher Vorliebe dosieren.

Auch wenn ich selbst noch nicht in den Genuß eines solchen Verdampfers gekommen bin sind viele hier schwer begeistert von der Dampfleistung und dem besonderen Geschmacks- und Flasherlebnis.

@ichbines arbeitet momentan an einer Konstruktion, die es auch Leuten mit weniger Bastelerfahrung möglich macht, ein solches Gerät zu bauen.

Bis ein derartiges Gerät käuflich zu erwerben sein wir wird es aber wohl noch dauern.

Wie geht es weiter?


Auch wenn mein persönliches Motto "keep it simple" hier nun gar nicht mehr zum Tragen kommt möchte ich eine brandneue Idee von @raidy hier nicht unerwähnt lassen.

Ziel ist es wohl, einen Verdampfer ohne Heizdraht zu bauen, bei dem das Liquid führende Medium durch Induktion erhitzt werden soll. ich bin kein Physiker aber soweit ich das verstanden habe soll die Erwärmung durch Erzeugung hochfrequenter Schwingungen erfolgen. Das ist sicher eine elektronische Herausforderung, zumal das ganze ja auch sehr kleine Ausmaße haben soll.
Viel Glück @raidy . ich verstehe davon leider zu wenig, um eine Prognose wagen zu können, wie das wohl ausgeht.

Wenn man die zahlreichen Threads im Bastelboard mal durchliest wird man schnell feststellen, dass in Sachen Verdampferbau noch einiges möglich ist. ich bin gespannt was sich da noch tun wird.

Mir persönlich ist jedoch bei allem das Wichtigste, dass eine Lösung praktikabel und möglichst einfach bleibt. Wenn ich sie dann auch noch selbst gebastelt bekomme bin ich glücklich. Denn eigentlich will ich ja ganz einfach nur Dampfen, zuverlässig, preiswert und lecker Wink .

Fortsetzung folgt

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 12:31
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Beitrag #5
RE: Im Dschungel der Großverdampfer
Großverdampfer - den will ich auch dampfen

Kommen wir mit zum Wichtigsten Wink - dem Weg zu eigenen Großverdampfer.

Zunächst mal braucht man mal einen geeigneten Akkuträger. Je nachdem ob ich einen A-1 oder ein Selbstbaugerät haben möchte muß das entweder ein Träger mit Hohlsteckerbuchse (A-1) oder Cinchbuchse (alle anderen) sein.

Für den A-1 gibt es drei Möglichkeiten:

- Bulli VR von Cetin kaufen
- Akkuträger selber basteln. Anleitungen gibt es im Bastelboard.
- Jemanden finden, der diesen Akkuträger baut. Man kann im Flomarkt fragen.

Für die Cinchbuchsenvarianten gibt es nur zwei Möglichkeiten:

- Akkuträger selber basteln. Anleitungen gibt es im Bastelboard.
- Jemanden finden, der diesen Akkuträger baut.

Selbstverständlich muss man sich passende Akkus und Ladegerät für seinen Akkuträger besorgen. Will man nicht direkt in China bestellen bekommt man die Akkus auch bei Cetin (bulli-smoker.de) und Sluma (e-dampfer.de).

Besitzt man schon Akkuträger mit anderen Anschlüssen kann man sich auch Adapter bauen oder bauen lassen. Zu kaufen gibt es die leider noch nicht.


Hat man die Hürde bis hier hin genommen kommt das Verdampfer Zubehör dran. Ja richtig gelesen, ohne Zubehör gehts nicht. Man benötigt Kanthaldraht und die Fasern. Ersteres gibt es bei Ebay. Neuerdings hat auch Cetin Draht und Fasern im Sortiment. Fasern bekommt man aber auch im Baumarkt. Bei mir hat sich die Glasfaser Ofenschur aus dem Toom Baumarkt bewährt.
Wenn man sich für den VR-Plug entschieden hat, benötigt man noch Aderendhülsen, die man problemlos bei Conrad und in jedem besseren Elektronikladen bekommt. Bitte darauf achten, dass sie passend zu den Hülsen im Verdampfersockel gekauft werden.
Man benötigt noch ein Depot. Da alle Faserverdampfer mit VR4 Depots arbeiten, kann man sich entweder einen VR4 Einwegverdampfer kaufen oder im Flohmarkt mal nach gebrauchten VR4 fragen. Bitte nicht die Depotwatte vergessen. Die original VR4 Watte ist sicher die beste Lösung. Aquariumwatte tut es aber auch. Alternativ kann man auch ein feines gewickeltes Edelstahlsieb benutzen, das man bei Ebay bekommt.
Draht und Fasern sind neben Akkus das einzige Verbrauchsmaterial, dass man braucht. Alle anderen Teile sind dauerhaft verwendbar. Hat man erst mal alles zusammen ist das eine sehr preisgünstige Angelegenheit.


So und nun kommt der eigentliche Verdampfer.

Drei Möglichkeiten:

- Bei Cetin den A-1 bestellen

- Den VR-Plug komplett selbst bauen
Das ist eine einfache aber etwas zeitaufwändige Variante. Man schaue sich mal die Anleitungen dazu im Bastelboard an. Ohne eine Gießvorlage dürfte es nicht zu machen sein.

- Den VR-Plug Sockel bauen lassen, alles andere selber machen.
Dazu besorgt man sich zunächst ein V2A- oder Alurohr, 50mm lang mit einen Innendurchmesser von 15mm. Der Aussendruchmesser kann variieren, sollte aber 18mm nicht unbedingt überschreiten. Auf die eine Seite kommt ein Mundstück. Da gibt es zahlreiche Varianten, die im Bastelboard vorgestellt wurden. Eine einfache Lösung ist die Verwendung von Rohrendkappen, in die man ein Pen- oder 901er Mundstück einklebt. Auch Deckel von Pfeifendepotverpackungen eignen sich sehr gut.
Den eigentlichen Verdampfersockel besorgt man sich nun über den Flohmarkt.

- Den kompletten Verdampfer mit Gehäuse und Mundstück im Flohmarkt nachfragen.

Ihr seht, das ganze ist keine Angelegenheit, die man mal eben an einem Nachmittag erledigt. Wundert Euch daher auch nicht, dass so ein Verdampfer egal für welche Beschaffungsvariante ihr Euch entscheidet erst einmal Geld kostet. Und wenn ihr mal wieder mit den Preisen hadert erinnert euch an den Aufwand, den auch Bastler treiben müssen um euch so ein Gerät herzustellen.


Schlussbemerkungen


Faserverdampfer sind eine feine Sache. Egal, was ihr bis jetzt gedampft habt, sie werden dauerhaft günstiger sein.
Sie sind was Dampfmenge und -dichte angeht skalierbar und damit fast für jeden geeignet. Besonders ehemals Starkraucher werden mit ihnen sicher zufriedener sein. Bevor man mit Spannungserhöhungen versucht kleine Verdampfer (901, 510, 801 etc.) schärfer zu bekommen und damit eigentlich automatisch die Verbrennung des Liquids erhöht sollte man mal über den Wechsel zur anderen Verdampferklasse nachdenken.
Wenn man unsicher ist kann man ja auch einfach mit ein paar VR4 anfangen. Die sind allerdings nicht skalierbar und das Liquid ist nicht jedermanns Sache. Die Depots und die Watte kann man aber prima weiter verwenden.
Für mich gibt es nur noch die Plugs bzw A-1 und ganz nach dem Motto "keep it simple" liebe ich deren Einfachheit und Zuverlässigkeit.

Viele Dank für Euer Interesse. Ergänzungen in Bild und Schrift sind sehr willkommen und natürlich auch die Korrektur evtl. Fehler, die sich immer mal einschleichen.

Und nun viel Spaß beim Erkunden des Dschungels der Großverdampfer.

Viele Grüße
Akke
02.05.2010 13:48
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