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Newbiefibel
Kirsten Offline
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Beitrag #1
Newbiefibel
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Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Was ist e-Rauchen?
  3. Die Hardware
  4. Die Software: Liquid und Liquidzufuhr
  5. Der Weg zur eigenen E-Zigarette
  6. Relevante und weiterführende Links




Ein dickes Danke an die Erstellerin Hope, die das ganze Projekt trotz diverser Widrigkeiten standhaft zu einem erfolgreichen Ende geführt hat und an alle Helfer, die diese neue Version der Newbiefibel mit Texten, Fotos und Ideen gefüllt haben:

[Bild: a055.gif] Hope Aurora Smokie Akke Mohnnudel Sunny Marverel Kelemvor Hunki Phuu [Bild: a055.gif]

....................... 44

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Kirsten Offline
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Beitrag #2
1. Vorwort
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Die erste Frage eines Rauchers, der auf die E-Zigarette umsteigen möchte ist entweder „Wo bekomme ich so etwas?“ oder „Welche E-Zigarette soll ich mir besorgen?“. Die richtige Frage wäre „Worauf muss ich achten, wenn ich umsteigen will?“. Genau diese Frage soll hier beantwortet werden.

Das Rauchen von „normalen“ Zigaretten (= Pyros von griechisch: „Feuer, Hitze“) ist relativ unkompliziert. In den Mund stecken, anzünden, ziehen. Anschließend wird die Pyro entsorgt, es sind weder Mechanik noch Elektronik vorhanden, Verschleißteile gibt es nicht. Beim E-Rauchen wird ein technisches Gerät verwendet, das unsachgemäße Behandlung mit Ausfall bestraft und aus Teilen besteht, die früher oder später den Geist aufgeben. Zieht man den Vergleich zum klassischen Rauchen, kommt es der Nutzung einer Pfeife noch am nächsten.

Die Gefahr, dass ein Umsteiger nach kurzer Zeit frustriert aufgibt, wenn er bestimmte Informationen nicht hat, ist recht groß. Hier wollen wir dem Um- oder Einsteiger die Möglichkeit bieten, die zum Start notwendigen Fakten in komprimierter Form abzurufen. Bei den hier getroffenen Aussagen handelt es sich nicht um die Ergebnisse fundierter Studien. Es sind die Erfahrungen der Mitglieder des Forums aus der täglichen Praxis.

   

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Beitrag #3
2. Was ist e-Rauchen?
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2004 kam die erste elektronische Zigarette in China auf den Markt, 2006 in Europa.
Das Prinzip ist einfach: Eine E-Zigarette besteht aus einem Verdampfer (im wesentlichen eine Heizwendel), in dem die nikotinhaltige (oder auch nikotinfreie), aromatisierte Flüssigkeit (das Liquid) in Dampf verwandelt wird. Weiterhin aus einem Depot, das dieses Liquid für den Verdampfer bereithält, und einer Stromversorgung (üblicherweise ein Akku), der dem Verdampfer die nötige Energie liefert. Das Ganze in einer Hülle, mit einem Mundstück zum Inhalieren und einem Schalter, der die Stromversorgung des Verdampfers regelt. Letzterer wird über den Unterdruck, der beim Ziehen entsteht, betätigt oder manuell mit dem Finger. Der Dampf, der durch das Aufheizen der Flüssigkeit an der Heizwendel entsteht, wird – wie Zigarettenrauch – inhaliert und wieder ausgeatmet.

   


"Rauchen ohne Verbrennung"
Der große Unterschied zu herkömmlichen Zigaretten liegt in den Inhaltsstoffen, die durch die Verbrennung entstehen: Dabei werden neben dem Nikotin noch Teer, Kohlenmonoxid, Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber und noch vieles andere mehr freigesetzt. Bei E-Zigaretten werden nicht Tabakblätter verbrannt, sondern eine Nikotinlösung verdampft.
So gut wie alle jener oben genannten Nebenprodukte, die den Hauptteil der Gefährlichkeit des Zigaretten-, Zigarren- oder Pfeiferauchens ausmachen, fallen beim „Dampfen“ weg, weil eben nichts verbrannt wird.


Ist E-Rauchen also gesund?
Nein. Die gewohnheitsmäßige Inhalation von anderen Substanzen als Luft ist nicht gesund. Und Nikotin ist und bleibt ein Genussgift und ungesund. Wer nicht tabaksüchtig ist, der sollte besser die Finger davon lassen. E-Rauchen ist nicht gesund, aber dadurch, dass so gut wie alle Nebenprodukte des herkömmlichen Tabakrauchens wegfallen, deutlich weniger schädlich.
(Siehe auch Gutachten Prof. Mayer, http://www.nevas-berlin.de/icons/gutachten.pdf ).

„Dampfen“ ist eine gelungene Simulation des Rauchens normaler Zigaretten. Die Erfahrungen aus dem Forum zeigen, dass es ein probates Mittel ist, den „Pyrokonsum“ (="Zigarettenkonsum“) durch das Genussmittel e-Zigarette zu reduzieren oder sogar völlig darauf zu verzichten und dabei die üblichen Entzugserscheinungen auf ein Minimum zu reduzieren. Auch die gewohnten Rituale können beibehalten werden.
So mancher „Dampfer“ raucht – vor allem anfangs – auch noch die gewohnten „normalen“ Zigaretten weiter. Das ist kein Problem. Beim E-Rauchen wird nicht auf „kalten Entzug“ gesetzt, sondern ein weniger schädliches Genussmittel kann für die gewünschte Nikotinzufuhr sorgen und bei Gefallen die normalen Zigaretten nach und nach überflüssig machen.


Die Vorteile des e-Rauchens
Mit der elektronischen Zigarette gibt es kein Passivrauchen mehr, keine Geruchsbelästigung, keine Brandflecken und keine vollen, stinkenden Aschenbecher. Statt den eigenen Körper mit mindestens 4.000 Stoffen im Zigarettenrauch (davon über 200 schädlich und über 40 krebserregend) zu belasten, führt man ihm nur noch einen schädlichen Stoff zu: Das Nikotin in unterschiedlichen Dosen. Die Depots und Nachfüllflüssigkeiten sind mit verschiedenen Nikotinstärken (bis hin zu nikotinfrei) erhältlich, so dass man auch die Aufnahme vom Nikotin nach und nach reduzieren und nur noch aus Genuss an den Aromen dampfen kann.

Die Kosten des Dampfens hängen sehr stark von den verwendeten Geräten und Liquids ab. Insgesamt ist es aber - trotz der notwendigen Anschaffungen – spätestens nach einigen Monaten günstiger als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten.


Die gängigsten Typen
Die E-Zigaretten werden meist nach ihren Verdampfertypen eingeteilt. Die gängigsten Verdampfertypen sind: Superminis/Micros (z.B. 401, RPS), Minis/Slim (z.B. 510- Außengewinde, 901- Innengewinde), Pens (z.B. 801), Zigarren (z.B. Ruyan) und Pfeifen (z.B. 601), eine Sonderform ist die Joye eGo, die es in verschiedenen Varianten gibt.

   

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14.02.2011 11:38
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Beitrag #4
3. Die Hardware
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Zunächst einmal die einfache Variante: E-Zigarette kaufen, Bedienungsanleitung durchlesen, Anweisungen folgen, in den Mund stecken, ziehen (eventuell Knöpfchen drücken), genießen. So beginnen die meisten. Doch schon bald fällt auf: Irgendwann dampft das Ding nicht mehr oder man ist mit der Leistung unzufrieden. Spätestens jetzt wird es interessant, sich das Innenleben einmal ein bisschen näher zu betrachten und sich auch die verschiedenen Gerätevarianten anzusehen.


3.1. Der Verdampfer
Die zentrale Einheit des Geräts ist der Verdampfer. Das ist üblicherweise eine kleine Heizwendel mit einem Metallnetz drüber. Die Heizwendel ist ein Stück Draht mit elektrischem Widerstand. Durch den Widerstand erhitzt sich der Draht, wenn Strom durchgeschickt wird. Durch dieses Erhitzen wird aus dem flüssigen Liquid der Dampf, der inhaliert werden kann. Im Prinzip funktioniert der Verdampfer wie ein Wasserkocher, nur alles viel kleiner.

Wie heiß die Heizwendel wird, hängt vom Widerstand des Drahtes und von der angelegten Spannung ab. Über dem Verdampfer liegt ein Netz aus Metall, damit die Flüssigkeit gleichmäßig über die Breite der Heizwendel verteilt wird. Dieses Verdampfernetz sorgt auch dafür, dass die Depotwatte nicht an die heiße Heizwendel kommt und dort sowohl zerstört wird, als auch den Verdampfer zerstört.

   


Zu jedem Verdampfertyp passen bestimmte Depots. In den Starter-Sets sind üblicherweise neben dem Gerät auch gleich die passenden Akkus und Depots mit dabei und in den Shops der guten Händler steht dabei, welche Verdampfer und welche Depots zu welchen Geräten passen. Oft ist es möglich, baugleiche Verdampfer auf anderen Geräten zu verwenden. Im Zweifelsfall ist es aber günstig, diesbezüglich nachzufragen - entweder im Shop oder hier im Forum. Ein um auch nur wenige Millimeter zu kurzes Depot kann nicht verwendet werden, da das Liquid nicht mehr zum Verdampfer gelangt. Auch kommt es vor, dass trotz scheinbarer Baugleichheit der Mittelpol des Akkus anderer Geräte den Verdampfer nicht erreicht und folglich kein Strom fließt.


Verwirrende Vielfalt
Verkompliziert wird die Sache dadurch, dass immer wieder andere Verdampfer an Geräte angepasst werden, die ursprünglich nicht dafür gedacht waren. Ein geradezu klassisches Beispiel dafür ist die eGo (=Tornado). Ursprünglich für den Verdampfertyp 510 gebaut, gibt es inzwischen verschiedene kompatible Verdampfer, Akkus und Depots für dieses Gerät.

   


Sonderformen
Der erste Sondertyp ist eigentlich gar keiner. Für manche Geräte wurden „Low Resistance“ (LR) und/oder Hochleistungs- (HL-)Verdampfer gebaut. Durch den niedrigen Widerstand fließt mehr Strom durch den Draht und er wird heißer. Die Folge ist mehr Dampf und Flash, so weit sind sich die Fachleute einig. Ob das unbedingt ein Vorteil ist und über die Auswirkungen auf Geschmack und Lebensdauer sind die Meinungen unterschiedlich.

Eine weitere Sonderform sind die Cartomizer. Hier sind Depot und Verdampfer in einem Guss und können nicht getrennt werden. Ursprünglich waren sie schon fertig mit Liquid befüllt als Einwegprodukte für jene Menschen gedacht, die es möglichst bequem haben wollen. Da aber findige Verwender sich sofort daran machten, auch die Cartomizer neu befüllen zu wollen, reagierten die Hersteller und inzwischen werden auch leere Cartomizer (also ohne Liquid) zum wiederbefüllen angeboten.

Ein weiterer Sondertyp von Verdampfern ist der A1. Hier haben Bastler die Sache in die Hand genommen und einen Verdampfertyp entwickelt, bei dem Fasern das Verdampfernetz der herkömmlichen Verdampfer ersetzen, und die Heizwendel frei zugänglich ist. Der Vorteil: Durch die Anzahl der Wickelungen und die Dicke des verwendeten Heizdrahts kann jedeR die Eigenschaften seines Verdampfers selbst bestimmen. Allerdings braucht es dafür ein bisschen handwerkliches Geschick. Ausführlich wird die Entwicklung des A1 und der verwandten Verdampfertypen hier geschildert: „Im Dschungel der Großverdampfer“ von Akke: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=12645


   


Die Entwicklung geht ständig weiter und dabei muss nicht zuletzt den zahlreichen handwerklich begabten Verwendern großes Lob gezollt werden (siehe auch hiesiges Bastelboard, z.B. Genisis-Verdampfer), da sie mit ihren Erfindungen Herstellern und anderen Usern fantastische Vorlagen liefern.

   


Jeder Verdampfertyp mit den dazugehörigen Depots hat Vor- und Nachteile. Und wer fünfzehn geübte E-Dampfer fragt, welches Gerät das Beste ist, wird vermutlich mindestens fünf Antworten erhalten. Zur Zeit der Erstellung dieses Textes (Januar 2011) waren die in diesem Forum beliebtesten Geräte für Anfänger die eGo/Tornado, die Joye510 und der A1

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14.02.2011 12:17
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Beitrag #5
3.2. Die Stromversorgung
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Eine weitere wichtige Komponente unserer Dampfgeräte ist eine geeignete Stromversorgung, denn wo etwas erhitzt - in unserem Fall verdampft – wird, ist eine Energiequelle notwendig.
Der Verdampfer wird also auf eine Stromversorgung geschraubt. Hierbei müssen das Gewinde des Verdampfers und das Gewinde der Stromversorgung zusammenpassen. Inzwischen gibt es aber auch die Möglichkeit, Adapter zu erwerben, die einen Übergang von einer Gewindegröße zur anderen ermöglichen.


3.2.a) Stromversorgungskonzepte

Generell unterscheiden wir drei Konzepte, die Verdampfer mit dem notwendigen Strom zu versorgen: Klassische E-Zigaretten-Akkus, Akkuträger und Kabellösungen.


Klassische E-Zigaretten-Akkus
In der Regel erwirbt man als Anfänger ein Set, bei dem neben den Verdampfern auch passende Akkus enthalten sind. Bei dieser Stromversorgung ist der eigentliche Akku fest mit seinem Gehäuse verbunden. Damit Strom fließen kann, muss zudem ein Schalter betätigt werden. Die Standard-Kaufakkus haben entweder einen manuellen Schalter, der durch Druck mit dem Finger betätigt wird oder einen „automatischen“ Unterdruckschalter (UDS), der beim Ziehen am Verdampfer die Stromversorgung auslöst.

   


Die automatischen Akkus (=Unterdruckschalter) werden allgemein als empfindlicher beschrieben, da z.B. Liquid in den Akku einlaufen und den Schalter verkleben kann. Zwar können auch manuelle Taster mal ausfallen, das kommt allerdings eher selten vor.
Zudem erfordert ein Akku mit UDS eine sensible Zugtechnik, um effektiv in Gang gesetzt zu werden. Beim manuellen Schalter kann die Stromzufuhr einfacher über Knopfdruck reguliert werden.
Auch wenn es für einen Neueinsteiger ungewohnt erscheinen mag, sind die Akkus mit manuellem Schalter einfacher zu bedienen.

Während anfangs die Leistungsfähigkeit der klassischen E-Zigaretten-Akkus sehr begrenzt war und z.B. bei den Superminis immer noch ist, gibt es inzwischen durchaus auch Standard-Akkus, die über eine sehr akzeptable Kapazität verfügen. Besonders erwähnt seien hier z.B. die Joye eGo-Akkus mit 650mAh bzw. 900mAh. Sie verfügen auch über eine sogenannte Taktung/Regelung, d.h. die Leistung fällt nicht kontinuierlich ab, sondern bleibt bis zum Ende hin gleich stark erhalten.
Die E-Zigaretten-Akkus sind sowohl von der Leistung als auch von der Optik auf ihre jeweiligen Verdampfer abgestimmt. Allerdings sind sie längerfristig im Unterhalt teurer als Akkuträger (siehe unten), da bei einem Ausfall des Tasters oder des Akkus die gesamte Stromversorgung ausgetauscht werden muss.


Akkuträger
Bei Akkuträgern ist der eigentliche Akku getrennt von Gehäuse und Schalter. Erste „Akkuträger“ waren z.B. die Zigarren oder Pfeifen. Diese waren allerdings noch durchgehend mit den anfälligen Unterdruckschaltern ausgestattet und verwendeten vergleichsweise leistungsschwache Akkus.

   


Zuverlässige Akkuträger entstanden aus dem Bedürfnis der Verwender nach einer preiswerteren und leistungsfähigeren Stromversorgung für die elektrischen Zigaretten. Es handelte sich ursprünglich um einzelne Basteleien, die aber mit der Zeit in Serie gingen oder deren System von den Herstellern übernommen wurden.
Dampfgeräte, die mit diesem System arbeiten sind z.B. verschiedene Sticks (Janty) sowie nahezu jeder in verhältnismässig kleinen Serien hergestellte Akkuträger, sogenannte Mods . (Der Begriff stammt aus der Computer-Szene, die Rechner und Gehäuse moddet, d.h. modifiziert, tuned, verbessert, verändert.)

Die Akkuträger können je nach Bauart mit unterschiedlich dimensionierten Lithium-Ionen-Industrieakkus bestückt werden, die nicht spezifisch für die Verwendung in Dampfgeräten hergestellt wurden. Ein verbrauchter oder defekter Akku hat hier nicht gleich die Entsorgung der gesamten Stromversorgung zur Folge. Der Lithium-Ionen-Akku kann entnommen werden und preiswert durch einen neuen ersetzt werden. Die Optik des Dampfgerätes wird durch den Akkuträger bestimmt, der je nach verwendetem Akkutyp kleiner oder größer ausfällt. Je leistungsfähiger ein Akku ist, desto größer sind seine Ausmaße, die wiederum die Größe des Akkuträgers und damit des gesamten Dampfgerätes bestimmt.

Beispiele für gemoddete Akkuträger gibt es sehr viele. Hier seien einige wichtige genannt, die entweder in Deutschland gut zu bekommen sind oder ein wenig Geschichte gemacht haben.


Screwdriver

   

Dieser Akkuträger war der erste, der kommerziell erhältlich war. Der Erfinder trog aus England benutzte ein Taschenlampengehäuse und baute es entsprechend um. Der SD hat einen Boom in der Bastelszene ausgelöst. Seither wurden die unterschiedlichsten Taschenlampengehäuse zu Dampfgeräten umgebaut.


Omar-Stick

   

Dieser Akkuträger ist einer der ersten Mods, der komplett von einem User aus dem ERF erstellt wurde und nach diesem benannt ist. Er ist mit einfachsten Mitteln nachzubauen, wurde vielfach adaptiert und optimiert und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Eine optimierte Variante hierzu ist z.B. die Blue-Line-Box des Users ichbines.


Bulli

   

Der Bulli ist ein in Deutschland hergestellter Akkuträger des ERF-Users korun, den es inzwischen für unterschiedliche Akkugrößen und Verdampferanschlüsse gibt. Der Bulli wird komplett manuell hergestellt und kommerziell vertrieben.

Weitere Akkuträger sind z.B. der Silver Bullet (18650), der GGTS und das Kameleon, beide mit unterschiedlichen Akkus bestückbar.



Kabellösungen
Für viele Standardverdampfer gibt es sogenannte PassTrough Lösungen. Hierbei kann der Verdampfer über Kabelverbindung an einem Standard USB Anschluss betrieben werden. In einigen Fällen ist ein Akku als Puffer dazwischen geschaltet, der am USB Port aufgeladen wird. USB Ports an Rechnern sind nicht für die Hochstromversorgung von Geräten ausgelegt. Es sollte demnach entweder ein Puffer verwendet werden oder ein aktiver USB-Hub als Stromversorgung eingesetzt werden.
Möglich sind auch USB Ladegeräte (Wandstecker), die allerdings ausreichend Strom (2A) liefern.

Eine weitere Möglichkeit, unterwegs ausreichend mit Strom versorgt zu sein, sind die PCCs. Das sind mobile Ladeschachteln, in denen ein relativ leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku verbaut ist. Man schraubt den zu ladenden herkömmlichen E-Zigaretten-Akku auf ein Gewinde im Inneren der Schachtel, so dass dieser mit Hilfe des in der Ladeschachtel befindlichen Akkus aufgeladen wird. Je nach Art des PCCs können so E-Zigaretten-Akkus mehrere Male aufgeladen werden. Zusätzlich sind weitere Unterbringungsmöglichkeiten für Depot und Verdampfer im PCC vorhanden. Diese PCCs gibt es allerdings nur für kleine E-Zigaretten-Modelle, z.B. für die Joye510 oder die M401 (RPS)

       

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14.02.2011 13:25
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Beitrag #6
3.2.b) Das Innenleben der Akkus
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Akku-Bauart
Generell kann man sagen, dass Geräte, die elektrische Energie in Wärmeenergie umwandeln, einen besonders hohen Stromverbrauch haben. Dazu gehören auch unsere Verdampfer, die je nach Bauart zwischen 1A und 2A Strom benötigen. Übliche NiMH Akkus können diese Energie nicht in nötiger Form liefern.

Deshalb werden bei den elektrischen Zigaretten nahezu ausschließlich Lithium-Ionen-Akkumulatoren (Li-Ionen-Akkus) verwendet. Die Akkus haben bauartbedingt eine hohe Energiedichte und sind auch geeignet um starke Verbraucher, wie sie unsere Verdampfer darstellen, über einen angemessenen Zeitraum mit ausreichender Energie zu versorgen.
Die Li-Ionen-Technik wird heute in allen Geräten eingesetzt, bei denen es entweder um Stromversorgung über einen möglichst langen Zeitraum geht (Handys, Notebooks, MP3 Player) oder bei denen Geräte versorgt werden müssen, die relativ viel Strom verbrauchen (Taschenheizungen, Verdampfer).

Je mehr ein Akku in der Lage ist, diesen Strom pro Stunde (Ah) zu liefern, umso länger kann man mit ihm dampfen ohne dass er nachgeladen werden muss. Leistungsangaben von Akkus werden meistens in Milliamperestunden gemacht (mAh). Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Leistungsangaben auf den Akkus meistens nie der Realität entsprechen und häufig deutlich darunter liegen.

Die folgende Tabelle soll nur die ungefähren Verhältnisse verdeutlichen, die Akkus mit unterschiedlichen Leistungen kennzeichnen. Die wirklichen Zeiten, die unsere Akkus ohne Aufladung durchhalten, variieren erheblich und sind abhängig von der Akkuqualität, dem Zugverhalten, dem Verdampfertyp und von dem Alter des Akkus. Es wurde ein Durchschnittsverbrauch des Verdampfers von 1A Strom angenommen und statistisch ein ununterbrochener Betrieb angenommen:

[Bild: Laufzeit_Tabelle.gif]

Diese Rechnung ist lediglich ein grober Anhaltswert, da die wirklichen Vorgänge etwas komplizierter sind. Interessierte finden im Forum diverse Threads zu diesen technischen Themen.

Strom, Spannung und Widerstand stehen in einem Stromkreis in einem Verhältnis zueinander. So verfügen z.B. die so genannten Low Resistance (LR-) Verdampfer über einen niedrigeren Eigenwiderstand. Daraus kann bei gleicher Spannung einen höherer Stromverbrauch resultieren, es kann aber gleichzeitig auch bedeuten, dass die Heizwendel im Verdampfer heißer wird und dadurch mehr Liquid verdampfen kann. Unter Umständen kann die Heizwendel so heiß werden, dass es zu Verbrennungen kommt, der Dampf nicht mehr schmeckt und im ungünstigsten Fall Produkte entstehen, die wir eigentlich nicht mehr inhalieren wollen.

Dies soll verdeutlichen, dass es wichtig ist, dass Stromversorgung und Verdampfer vernünftig aufeinander abgestimmt sein sollten. Für die diversen Selbstbau- bzw. Teilbaugeräte ist dafür der Bastler selbst verantwortlich. Bei Kaufprodukten sollte man darauf achten, dass Akku und Verdampfer zueinander passen.


Zum Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus
Ein frisch aufgeladener Li-Ionen Akku hat zu Anfang eine Spannung von ca. 4,3V. Die Spannung nimmt im Verlauf der Benutzung immer mehr ab. Der für unsere Verdampfer nutzbare Spannungsbereich liegt zwischen 4,3V und etwa 3,5V. Sinkt die Spannung des Akkus unter diesen Wert sollte er aufgeladen werden.
Meistens merkt man, dass ein Akku aufgeladen werden sollte, wenn die Dampfproduktion erheblich nachlässt.

Li-Ionen Akkus unterliegen nicht dem berüchtigten „Memory-Effekt“ früherer NiMH Akkus, d.h. die Haltbarkeit der Akkus leidet nicht bei Teilentladungen. Sie nimmt allerdings mit steigender Anzahl der Auf/Entladungen ab, bis der Akku irgendwann seine Speicherleistung ganz verliert. Allgemein kann gesagt werden, dass Akkus, die weniger häufig geladen werden müssen, auch länger halten.
Hartnäckig hält sich das Gerücht, man sollte Li-Ion-Akkus einer Erstladung von 8 Stunden unterziehen. So hartnäckig, dass manche Geschäfte es in ihren Gebrauchsanweisungen stehen haben. Das ist nicht korrekt! Wenn das Ladegerät „grün“ anzeigt (also wenn der Akku vollständig geladen ist), sollte er möglichst bald entnommen werden.

Drei Dinge mögen Li-Ionen Akkus nicht: Verpolung, Überladung und Tiefentladung. Dies quittiert der Akku in der Regel damit, dass er unbenutzbar/defekt wird.
Es sollten also nur Lader verwendet werden, die bei Überschreitung einer Höchstgrenze (4,3V) den Ladevorgang unterbrechen. Zum anderen sollten möglichst geschützte (protected) Akkus verwendet werden, deren Elektronik sie vor Überladung und Tiefenentladung bewahrt.
Li-Ionen Akkus dürfen nur mit dafür vorgesehener Ladetechnik aufgeladen werden. Die Ladegeräte, die man für NiMH Akkus benutzt sind dafür nicht geeignet. Es ist gefährlich, Li-Ionen mit falschen Ladegeräten aufzuladen!

Bei den Standard-Kaufsets werden die Ladegeräte in der Regel mitgeliefert. Die Akkus werden mit dem Verdampfergewinde in das Ladegerät geschraubt. Eine Verpolung ist damit ausgeschlossen, allerdings sollte man besonders bei ähnlichen Produkten immer darauf achten, dass man die Akkus mit dem passenden Lader lädt. Der Abschluss des Ladevorganges wird in der Regel durch Farbwechsel einer LED angezeigt.

       


Bei den Industrieakkus für Akkuträger entscheidet man in der Regel selbst, welchen Lader man einsetzen möchte. Auf keinen Fall dürfen Ladegeräte benutzt werden, die nicht ausdrücklich für Li-Ionen Akkus 3,7V ausgewiesen sind. Ganz wichtig ist bei diesen Akkus die richtige Polung der Akkus im Ladegerät. Falsche Polung zerstört die Akkus und kann darüber hinaus zu Unfällen führen. Bei ungeschützten Akkus muss auf Überladung geachtet werden. Das ist besonders wichtig, falls die Ladeelektronik des Ladegerätes nicht ordnungsgemäß funktionieren sollte.
Laien, die sich nicht mit Akkus und Elektronik auskennen, sollten dringend Ladegeräte mit pro Ladeschacht getrennter Regelelektronik verwenden und nach Möglichkeit nur geschützte Akkus kaufen.

Vor dem Einsatz von Schnellladern, die einen Akku in weniger als 2 Stunden aufladen können, wird gewarnt, weil sie die Lebensdauer der Akkus reduzieren können. Generell gilt: Ein Akku hält länger, wenn er schonend aufgeladen wird.


Multimeter

   

Empfehlenswert ist längerfristig durchaus die Anschaffung eines einfachen Messgerätes (=Multimeter), das zumindest Spannungen und Widerstände messen kann. Mit so einem Gerät kommt man Ungereimtheiten bei der Dampfversorgung sehr einfach auf die Schliche.
Für den Laien, der nur mal den Ladezustand seines Akkus messen möchte, reicht ein ganz einfaches.

Die ausführliche Version über die Stromversorgung findet man hier: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-19639.html
Empfehlenswert für alle Interessierten ist auch Raidys Lehrgang „Spannung, Strom und Widerstand für Dummies“, der die grundlegenden Begriffe höchst verständlich erklärt: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-10040.html

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4. Die Software - Liquid
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In der elektrischen Zigarette findet keine Verbrennung statt sondern Verdampfung. Für diesen Vorgang ist Flüssigkeit notwendig, diese wird Liquid genannt. Das Liquid wird klassischerweise im Depot gespeichert und an den Verdampfer abgegeben.


4.1. Das Liquid
Das Liquid besteht aus einer Basisflüssigkeit (= Trägerflüssigkeit), Aromastoffen und Nikotin in unterschiedlichen Dosierung bis hin zu nikotinfrei.

Als Basisflüssigkeit werden Propylenglykol ( = PG) oder Vegetable Glycerin (= Glycerin = Glycerol = VG) und in seltenen Fällen Polyethylenglykol (= PEG) verwendet. Auch Mischformen sind möglich.

Propylenglykol (= PG) ist ein zweiwertiger Alkohol, der als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Es wird z.B. in Zahnpasta, medizinischen Inhalatoren und Infusionslösungen verwendet, um Inhaltsstoffe in Lösung zu halten, und ist einer der Hauptbestandteile des Nebelfluids für “Nebelmaschinen”. PG hat eine leicht antibakterielle Wirkung (zu PG: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=12881 ).

Glycerin (= VG) ist ein dreiwertiger Alkohol und ebenfalls als Lebensmittelzusatz zugelassen. Es wird z.B. als Feuchthaltemittel in Kaugummi verwendet. (zu VG= Glycerin: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=13807 ) VG ist als Trägerstoff nicht ganz unbedenklich, da unter Sauerstoffabschluss bei Temperaturen über ca. 200° Acrolein entstehen kann. Dies ist aber im Normfall bei elektrischen Zigaretten nicht der Fall. PG und VG sind als Feuchthaltemittel auch in herkömmlichen Zigaretten enthalten.

Sowohl PG als auch VG haben eine hygroskopische Wirkung, d.h. sie ziehen Feuchtigkeit an, wirken also leicht austrocknend. Deshalb wird empfohlen, bei Dampfeinstieg etwas mehr zu trinken, um z.B. Mundtrockenheit entgegen zu wirken.
PG oder VG sind notwendig, um “stabilen” Dampf zu erzeugen, da Wasserdampf alleine zu schnell zerfallen würde. Sowohl PG als auch VG haben einen leicht süßlichen Grundgeschmack. Meist wird die Basisflüssigkeit mit geringen Mengen an Wasser und Alkohol ergänzt.

   

Der Basisflüssigkeit werden Aromastoffe in kleinen Mengen beigemischt, die dem Liquid den Geschmack verleihen. Hierbei handelt es sich um Aromen, die in der Lebensmittelindustrie verwendet werden. Es gibt inzwischen eine Unzahl von Liquid-Geschmäckern von klassischen Tabakaromen bis hin zu fruchtigen oder süßen Geschmäckern. Jeder Hersteller hat eigene Mischungsverhältnisse und Aromen, sodass Liquids mit demselben Namen je nach Hersteller unterschiedlich schmecken können.

Die Aromastoffe können inzwischen auch gesondert erworben werden, bei deren Anwendung ist aber große Sorgfalt angeraten, da sie nur in kleinsten Mengen verwendet werden sollten. Zudem dürfen ausschließlich wasserlösliche Lebensmittelaromen auf PG Basis verwendet werden. Alle ungeeigneten Aromen oder andere Beimengungen könnten zu Gesundheitsschädigungen führen.

Der dritte wichtige Bestandteil des Liquids ist das Nikotin. Übliche Dosierungen sind high (ca. 16-18mg), med (ca. 8-10mg), low (ca. 6-8mg) sowie none (ohne Nikotin). Höhere Dosierungen sind gerade für Newbies ungeeignet, da z.B. bei 24mg = xhigh sehr schnell eine Überdosierung erfolgen kann.
Reines Nikotin ist ein starkes Gift, die geschätzte tödliche Dosis beim Menschen liegt bei ca. 1mg pro kg Körpergewicht bei oraler Einnahme. Ein sorgfältiger Umgang mit Nikotinprodukten ist also angezeigt. In kleinen Dosierungen wirkt Nikotin anregend und appetithemmend.

Mit welcher Nikotinstärke man einsteigt, hängt vom vorherigen Verbrauch an Zigaretten und dem Dampfgerät ab, das man verwenden will. Viele Dampfer reduzieren mit der Zeit die Nikotindosierungen.
Beispielrechnung Nikotin: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=11318
In elektrischen Zigaretten liegt Nikotin in anderer Form vor, als es größtenteils in Zigaretten eingesetzt wird. Das Nikotin in den E-Zigaretten wirkt langsamer und scheint auch weniger suchterhaltend zu sein. Verschiedene Formen des Nikotins: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=12519


Alle Liquids können miteinander vermischt werden, z.B. um Geschmäcker oder Nikotinstärken zu mischen. Um die Nikotinstärke zu vermindern oder die Intensität des Geschmacks zu mildern, kann zum Verdünnen Propylenglykol oder Glycerin in pharmazeutischer Qualität aus der Apotheke verwendet werden. Auch können dem Liquid bis höchstens 20% Wasser beigemischt werden, um die Viskosität zu verringern - also die Fließfähigkeit zu erhöhen.

Einen reinen Zigarettengeschmack kann man nicht erzeugen. Der Geschmack des Liquids ist durch das verwendete Basismaterial stets leicht süßlich, und da keine Verbrennung stattfindet, fehlt der zigarettentypische Kokelgeschmack. Das Liquid schmeckt in etwa so wie unverbrannter Tabak riecht.

Die Haltbarkeit der Liquids wird allgemein mit ca. 2 Jahren angegeben. Es sollte kühl und dunkel aufbewahrt werden. Eine Lagerung im Kühlschrank ist nur bei hohen Außentemperaturen notwendig oder um die Haltbarkeit von größeren Vorräten oder angebrochenen Flaschen zu verlängern.

Nahezu alle Liquids werden in China produziert. Es gibt einige wenige Händler, die in Europa herstellen oder mischen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden aber auch bei diesen die Inhaltsstoffe aus nichteuropäischen Ländern importiert. Eine belastbare Qualitätskontrolle gibt es bisher weder bei den rein chinesischen Liquids noch bei den europäisch produzierten.

Wie viel Liquid verbraucht wird, hängt mit den Dampf-Gewohnheiten des Nutzers zusammen. Auch das verwendete Dampfgerät hat hierauf einen Einfluss - es gibt Geräte die mehr Liquid benötigen, andere kommen mit weniger aus. Im Durchschnitt kann man davon ausgehen, dass 1ml Liquid ca. 10 Zigarettenlängen entspricht.
Umrechnung Liquid-Pyros: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread.php?tid=11318

Achtung: Nikotindepots und Liquid gehören nicht in die Reichweite von Kindern!
Der Verzehr von Depots oder das Trinken von Liquid kann tödlich sein!
Manche Liquidflaschen haben keinen Sicherheitsverschluss!
Nikotindepots und Liquid immer unzugänglich aufbewahren!


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4.2. Liquidzufuhr
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Um eine fortwährende Verdampfung zu garantieren, muss die Heizwendel und gegebenenfalls das Verdampfernetz stets genügend mit Liquid befeuchtet sein. Damit das Liquid ans Netz kommt, werden verschiedene Speichersysteme verwendet.


Depots
Die derzeit noch am häufigsten verwendete Form der Liquidzuführung sind die mit Watte gefüllten Depots. Es gibt zweiteilige Depots, bei denen in das Mundstück noch ein Liquidbehälter gesteckt wird, und einteilige Depots, bei denen Mundstück und Liquidbehälter eins sind. Die Watte speichert das Liquid und gibt es nach und nach an die Heizwendel ab.

   

Die Depots kann man bereits mit Liquid befüllt oder auch ohne Liquid erwerben. Die weitaus günstigere und verbreitete Methode ist es, unbefüllte Depots zu kaufen und selber mit Liquid zu befüllen.
Das Befüllen der Depots ist unkompliziert: Watte aus dem Depot entnehmen, Liquidbehälter bis kurz unter den Rand mit Liquid füllen, Watte mit Hilfe einer Pinzette oder dergleichen vorsichtig wieder hinein stecken, auf die Watte noch 1-2 Tropfen Liquid geben, bis die Watte feucht glänzt, aber keine Pfütze darauf ist. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Watte bis zum Boden des Depots zu drücken, mit Liquid aufzufüllen, Watte mit einer Pinzette (oder aufgebogener Büroklammer, Zahnstocher etc.) vorsichtig wieder hochziehen.
Depot nachfüllen: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-8639.html

Die Watte kann mehrmals wieder verwendet, ausgewaschen und auch kostengünstig durch Aquarienwatte oder Aquarienfilterschwamm ersetzt werden. Diese Materialien sind für den Einsatz bei empfindlichen Fischen geplant, so dass davon auszugehen ist, dass keine Schadstoffe enthalten sind.
Achtung: Es darf keine klassische Kosmetikwatte oder ähnliches verwendet werden, da diese nicht hitzebeständig ist.

Da der Liquidnachfluß bei den wattegefüllten Depots oft nicht optimal funktioniert, wurden von Usern Optimierungsmethoden erdacht. Am häufigsten kommen der Straw-Mod oder der Kulifeder-Mod zum Einsatz.
Oft genügt es jedoch, einfach die Watte zu entnehmen und längs ein Stück abzuschneiden, da gerade Fertig-Depots häufig zu viel Watte enthalten.
Eine weitere erprobte alternative Depotfüllung sind Depoteinsätze aus Edelstahlsieb, welches für Filteranlagen bei Gartenteichen verwendet wird.

   

Straw-Mod: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread...#pid107814
Kulifeder-Mod: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-911...#pid148962
Edelstahl-Depotfüllung: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread...#pid195886
Das richtige Sieb: http://www.e-rauchen-forum.de/showthread...#pid196924


Cartomizer
Cartomizer sind vom Grundprinzip Verdampfer und Depots in einem und wurden ursprünglich als Wegwerfsysteme konzipiert. Findige User fanden jedoch immer eine Möglichkeit, diese doch mehrfach aufzufüllen, so dass es sie immer häufiger auch ohne Liquid, also unbefüllt zu kaufen gibt.
Es gibt auch hier wieder mehrere Ausführungen. Da wären zunächst diejenigen, die wie die Verdampfer (Atomizer) Watte enthalten. Darunter fallen die VR1/VR2/VR3, hergestellt von Greencig, daher auch unter den Namen G220/G300 bekannt, die größere Form sind die VR4 bzw. G120. Auch für die eGo werden inzwischen Cartomizer angeboten.
Mittlerweile gibt es Cartomizer mit und ohne Watte, mit Glasfasern, groß und klein, oder durchsichtig als Clearomizer.

   

Da die Cartomizer im Gegensatz zu den Verdampfern geschlossen gearbeitet sind, müssen sie mittels einer Spritze nachgefüllt werden.
Anleitung zum Befüllen http://www.e-rauchen-forum.de/showthread...#pid274197 Video Wiederbefüllung: http://www.youtube.com/watch?v=8WwLh7VKSr8


Tanksysteme
Tanksysteme, so genannte Tankomizer kamen Ende 2010 neu auf den Markt. Sie basieren ebenfalls auf den Entwicklungen engagierter User ( wie z.B. raidy mit seinem Genisis). Hierbei ist kein Trägermaterial wie Watte mehr notwendig. Das Liquid wird durch einen geschlossenen Tank zurückgehalten und bereitgestellt. Der Tank ersetzt also das übliche Watte-Depot.

Recht schnell verbreitet hat sich z.B. das zum eGo passende Tankomizer-System, der sogenannte eGo-T. Hierbei sind andere Verdampfer erforderlich als bei den Wattedepot-Lösungen. Die Tanksysteme werden als besonders leicht zu bedienen und komfortabel bewertet. Auch der kleine Bruder der eGo-T, der 510-T Verdampfer, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Er ist sowohl auf den schlanken 510-Akkus erhältlich als auch mit eGo-Akkus als eGo-510-T.

   

Weitere noch nicht so verbreitete Tanksysteme sind z.B. der Excelsis 3 und der Fog.
Testberichte Ovale-eGo-T : http://www.e-rauchen-forum.de/thread-173...#pid308169


Tröpfeln
Eine besondere Methode, das Liquid zur Heizwendel zu bringen, soll hier nicht unerwähnt bleiben: Das so genannte “Tröpfeln“. Hierbei wird keinerlei Liquid-Speicher-System verwendet. Die Watte wird aus dem Depot entfernt und nur die Plastikhülle wieder aufgesetzt. Man tröpfelt nun je nach E-Zigarettengröße zwischen 2 und 5 Tropfen direkt auf das Verdampfernetz. Diese Menge reicht dann für je ca. 1-2 „Pyro-Längen.“
Da diese Methode keine Nachflussprobleme beinhaltet und kein Beigeschmack von Watte oder Sieb auftritt, ist sie unter Dampfern bisher immer noch recht verbreitet. Inzwischen haben die Hersteller hierfür sogar sogenannte Drip-Tips auf den Markt gebracht. Hierbei handelt es sich um Mundstücke, die oben über eine Öffnung verfügen, sodass man zum Nachträufeln das Mundstück nicht vom Verdampfer abziehen muss.

   

Der Liquidnachfluss ist – bis auf diverse Einzelstücke von Bastlern – bisher noch nicht allgemein zufriedenstellend gelöst und bildet eine der Schwachstellen der E-Zigarette. Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller dies in Zukunft verbessern.

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5.1. Wo und was soll ich kaufen?
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Am besten ist es, wenn man sich die Ware vor Ort anschauen kann. Meist bekommt man bei den Offlineshops auch eine individuelle Beratung und wird so vor Fehlkäufen bewahrt. Auch viele der hier aufgeführten Onlineshops sind nach telefonischer Anmeldung gerne zu einem persönlichen Gespräch mit Beratung bereit.

Allerdings ist die Anzahl der Offlinehändler noch sehr begrenzt, sodass in den meisten Fällen ein Kauf über Internet notwendig ist. Bei Kauf im Internet ist es wichtig, sich vorher im Forum zu informieren, um nicht jedem vollmundigen Werbeversprechen zu glauben. Neue Shops schießen auf diesem Sektor wie Pilze aus dem Boden, nicht jeder davon ist seriös.

Im ERF gibt es ein Anbieterboard mit Shops, die bereits ausreichend von den Usern getestet wurden und empfohlen werden können. Auf der Shopliste findet man eine Auflistung der allgemein bekannten Händler.
Shoppingbereich mit vielen Quellen und Infos: http://www.e-rauchen-forum.de/forum-113.html
Shopliste: http://www.e-rauchen-forum.de/thread-54014.html
Anbieterboard: http://www.e-rauchen-forum.de/forum-10.html

Welches Gerät gekauft werden soll, hängt nicht zuletzt vom derzeitigen Rauchverhalten ab. Eine Micro-E-Zigarette/ Super-Mini eignet sich zum Beispiel kaum für starke Raucher, auch wenn das zigarettenähnliche Aussehen für viele Neulinge verlockend ist. Eine allgemeine Empfehlung für alle gibt es allerdings nicht.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Fibel wurde sehr gerne die eGo sowie der Bulli mit A1/A2 empfohlen. Allerdings geht die Entwicklung auf dem E-Zigarettenmarkt sehr rasch vor sich, sodass nur kurzfristige Empfehlungen ausgesprochen werden können.

Wichtig beim Kauf ist es, dass man „sein“ Gerät und „sein“ Liquid erst einmal finden muss. Nicht jeder ist auf Anhieb zufrieden, da hilft nur Probieren. Daher sollte man nicht auf Anhieb größere Mengen einer Geräteart/ einer Liquidsorte kaufen.
Trotzdem sollte man unbedingt Ersatzteile mitbestellen, ausfallende Verdampfer/Akkus/Ladegeräte sind leider keine Seltenheit.

Laut Erfahrungswerten aus dem Forum lohnt sich beim Erstkauf folgende Zusammenstellung:
- 1Starterset ( 2 Verdampfer, 2 Akkus, 1 Ladegerät)
- Liquid in verschiedenen Stärken von Low bis High, um testen zu können, welche Nikotinkonzentration man benötigt. Man sollte nicht zu viel Liquid auf einmal kaufen, da sich der Geschmackssinn anfangs recht schnell verändert.
Eventuell:
- 1 zusätzlicher Verdampfer
- 1 zusätzlicher Akku
- 1 zusätzliches Ladegerät.

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14.02.2011 15:54
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5.2. Vor dem ersten Zug
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Alle Verdampfer werden ab Werk mit dem so genannten Werksliquid befüllt. Dies ist notwendig, um die Heizwendel feucht zu halten. Das Werksliquid ist nicht jedermanns Geschmack, daher sollte man die Verdampfer vor Erstbenutzung von der Gewindeseite her kräftig auspusten. Dabei stopft man vorsichtig den Zipfel eines Tempotaschentuchs in die Verdampferseite.
Die mitgelieferten Akkus sind oftmals schon vorgeladen, sodass man sofort losdampfen kann. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen sie im mitgelieferten Ladegerät geladen werden. Sobald die LED-Leuchte des Ladegerätes von rot auf grün wechselt, ist der Akku vollständig geladen.

Nun befüllt man das Depot oder den Cartomizer mit Liquid, bei vorgefüllten Teilen ist dieser Schritt natürlich nicht notwendig. Anschließend wird der Verdampfer auf den Akku geschraubt. Es ist empfehlenswert, bei Erstbefüllung das Gerät noch ein wenig ruhen zu lassen, damit das Liquid zur Heizwendel laufen kann. Um die Liquidversorgung des Verdampfers zu beschleunigen und ein besseres Ergebnis zu erzielen, kann man zusätzlich aus einer Liquidflasche 2-3 Tropfen direkt auf das kleine Metallnetz im Verdampfer geben.

Mit langsamen, gleichmäßigen Zügen sollte nun die E-Zigarette ausreichend Dampf liefern. Bei Geräten mit manueller Schaltung darf man nicht vergessen, während des Ziehens den Taster zu drücken (und ihn danach auch wieder loszulassen).
Bis sich der Geschmack des gewählten Liquids durchsetzt, kann es eine Weile dauern, also bitte nicht gleich zur Seite legen, wenn es nicht schmeckt.

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14.02.2011 15:56
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