Bin nicht sicher, ob das vielleicht eher ins Bastelboard gehört, aber eigentlich ist es nur die zerlegte Darstellung. Also für den Fall ... einfach verschieben.
So, jetzt zum Thema.
Ich benutze neuerdings öfter die Kanger Cartos mit horizontaler Wendel (horizontal coil), z.B. von
Liberty Flights. Die kleinen loche ich mir und mach 'nen Spritzentank drum, die großen nehm ich einfach so.
Jetzt kann man natürlich der Werbung glauben oder man sieht mal nach - ich hab letzteres gemacht und es sind einige Fotos dabei rumgekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Nach dem entfernen des Gewindesockels verbleibt wie erwartet eine Metallhülse mit Watte:
Das was vor dem Zerlegen von oben wie ein Kunststoffröhrchen aussieht ist eine hohle Glasfaserschnur, die unten wo die Heizwendel sitzt eingeschnitten wurde:
Jetzt wird die Watte aus der Hülse entfernt. Nach dem Abrollen sieht man, dass in der Mitte noch ein Vlies liegt. Man sieht zwar Verfärbungen, aber längst nicht so starke Kokelspuren wie bei einem DC. Die Verfärbung an der Watte sind Liquidreste:
So jetzt sehen wir uns den Sockel etwas genauer an. Die oben bereits erwähnte Glasfaser-Rolle ist unten eingeschnitten, so dass an beiden Seiten ein Strang Glasfaser heraus schauen kann, der durch die Heizwendel geführt ist. Die Glasfaser-Rolle ist am Sockel mit einer silikonartigen Masse angeklebt:
Hier habe ich dann das Glasfaser-Röllchen entfernt und längs aufgeschnitten, so dass man hinein sehen kann. Auch die Heizwendel wurde so frei gelegt. Für mich sieht das erst mal nach normalen Gebrauchsspuren aus (schließlich habe ich das Teil erst mal ordentlich vor dem Zerlegen genossen):
Hier habe ich die Glasfaser an der Heizwendel entfernt und diese ausgewickelt, so dass man die volle Länge am Sockel sehen kann:
Auch den Sockel kann man noch weiter zerlegen. Interessant ist, dass der Heizwendel nicht gelötet war. Der Sockel besteht aus dem eigentlichen Gehäuseteil mit 510er Gewinde. Darin befand sich eine Silikonhülse und in der Silikonhülse das Mittelteil. Die Wendel war nur an zwei stellen zwischen Silikonhülse und Gehäuse bzw. Mittelteil eingeklemmt. Der Mittelteil ist ebenfalls als Hülse ausgeführt und dient letztlich der Luftzufuhr:
Hier sieht man die Teile nochmal von oben und den Heizdraht. Der Heizdraht war (mit Gebrauchsspuren) 0,12mm dick und ca. 33mm lang. Den Widerstand habe ich mit 2 Ohm gemessen, was so auch beim Kauf angegeben war:
Mein Fazit:
Die Dinger machen bereits auf einem getakteten Ego-Akku gut Dampf. Der Dampf ist leicht warm, aber bei weitem nicht so warm wie auf DC's.
Der hier gezeigte Verdampfer war gut 2,5 Wochen in Gebrauch, hat dabei ca. 20ml Liquid gesehen und fing nun langsam an etwas kokelig zu schmecken. Dafür sieht er innen aber noch gut aus, jedenfalls nicht stark verbrannt, wie so mancher DC.
Der zerlegte Sockel könnte vielleicht noch für eine Bastelei verwendet werden.
Allerdings machen mir die Rückstände vom angeklebten Glasfaser-Röhrchen sorgen. Ich wüßte zu gerne, was das ist und ob das in einem Verdampfer unproblematisch ist. Zur Beruhigung kann man aber mal annehmen, dass es im normalen Betrieb unterhalb der Wendel nicht zu allzu hohen Temperaturen kommt.
Edit: Bilder nochmal angepaßt.