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Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
hope Offline
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Beitrag #31
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
SCHUBSSCHUBS.

Und die abgeänderte Version für die MEPs.
(Hab' aber erst paar verschickt, bin heute zu müde, mache morgen weiter.)

Zitat:Sehr geehrte....

mein Name ist xxx, ich bin 48 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und von Beruf xxx. Ich war 32 Jahre lang starke Raucherin aber ich darf Ihnen voller Freude (und zur Freude meiner Kinder) mitteilen, dass ich nun seit über 4 Jahren Nichtraucherin bin.
Möglich wurde mir dies dadurch, dass ich im Sommer 2008 E-Zigaretten entdeckt hatte. Aufgrund der Vielfalt der Geräte und der Liquids habe ich meine genau zu mir passende E-Zigarette mit dem für mich passenden Liquid in der für mich passenden Nikotinstärke gefunden. So konnte ich komplett auf dieses nahezu unschädliche Genussmittel umsteigen.

Ich war schockiert als mir im Sommer 2013 der ENVI-Entwurf zur Regelung der E-Zigarette innerhalb der Tabakrichtlinie vorlag. Doch mein Glaube an die Demokratie wurde gestärkt, als das EU-Parlament im Dezember den ENVI-Entwurf ablehnte und einen einigermaßen verhältnissmäßigen Gegenentwurf zustimmte. Aber dieser Glaube an die Demokratie erfuhr einen herben Dämpfer als ich im Dezember 2013 das Ergebniss der Trilog-Verhandlungen einsehen konnte.

Mir ist bewusst, dass Ihnen der nun zur Abstimmung kommende Art 18(a) als „Kompromiss“ verkauft wird – und vielleicht empfinden Sie ihn tatsächlich auch als solchen.
Aber leider ist dies ebenso wenig ein Kompromiss wie einen Unschuldigen zu lebenslanger Haft zu verurteilen und von ihm Zufriedenheit einzufordern, da man ihn ja nicht hänge sondern weiterleben ließe.

Art 18 (a) in seiner jetzigen Form ist gespickt mit Unsinnigkeiten, Unnötigem und Unmoralischem. Eine fundierte und sachliche Darlegung einiger darin enthaltener Fehler finden Sie z.B. in der am 16.Januar 2014 von herausragenden Wissenschaftlern verfassten Stellungnahme:
http://blog.rursus.de/2014/01/fehler-in-...an-die-eu/

Ein Nichttabakprodukt hat nichts in einer Tabakproduktrichtlinie zu suchen. Das wenig schädliche Genussmittel E-Zigarette darf nicht strenger reguliert werden als das extrem schädliche Genussmittel Tabakzigarette. An ein Produkt, das Millionen von EU-Bürgern großen Nutzen bringt, dürfen keine unsinnigen Bedingungen und Beschränkungen geheftet werden nur weil das Produkt den Gewinnmargen der Tabak- oder Pharmaindustrie schadet.

Meines Wissens wird die ECR-Fraktion einen Split-Vote für Art. 18 (a) beantragen. Hierdurch könnte die E-Zigarette eine dem Produkt und ihren Nutzern gerecht werdende Regulierung erfahren und die Tabakrichtlinie, in die viel Arbeit investiert wurde, könnte trotzdem fristgerecht verabschiedet werden.
Ansonsten bliebe für aufrechte EU-Parlamentarier, die im Sinne der Volksgesundheit und zum Nutzen der EU-Bürger handeln wollen, meines Erachtens nur noch der Weg, die TRL als gesamtes abzulehnen.

Ich appelliere an Ihren gesunden Menschenverstand und Ihr Rechtsbewusstsein, bei einem Split-Vote gegen den jetzigen Art. 18(a) der Tabakproduktrichtlinie zu stimmen. Sollte dies nicht zur Abstimmung stehen, bitte ich Sie, die Tabakrichtlinie als gesamtes abzulehnen.

Auch wenn dieser Schritt von Ihnen Mut erfordert, da es kurzfristig scheint als würde die Tabakindustrie hiervon profitieren so wird in Wahrheit die Tabakindustrie langfristig weitaus mehr aus der Beibehaltung und Verabschiedung des derzeitigen Art. 18(a) Profit schlagen, da eine E-Zigarette in der dann zugelassenen kastrierten Form kein ernsthafter Konkurrent mehr für die Tabakzigarette sein wird. Ebenso wenig wie sie es als verunstaltetes Pharmaprodukt des ursprünglichen ENVI-Entwurf gewesen wäre.

Ich setze mein Vertrauen in Sie als meinem demokratisch gewähltem Volksvertreter.
Mit freundlichen Grüßen
13.02.2014 20:58
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vierklang Offline
Winterkind
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Beitrag #32
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Die Frage brennt mir schon eine Weile unter den Nägeln, und ich habe sie bisher immer "verschoben". Nun aber doch mal:

Die gesamte TPR ist durchzogen mit Regulierungen, die auch - teilweise auch ganz dezidiert - die E-Zigarette betreffen. Ich frage mich also, ob es überhaupt möglich ist, Artikel 18 da herauszulösen, wo doch Regulierungen der E-Zigarette auch in vielen anderen Artikeln zu finden sind. Man müsste doch zwangsläufig die gesamte TPR neu überarbeiten?
13.02.2014 21:21
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Kruemelkeks Offline
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Beitrag #33
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
tatsächlich gibt es nur an drei stellen änderungsbedarf.


artikel 22 (glaub ich ^^ könnte auch 23 sein) also der mit den deligierten rechtsakten
in dem artikel wo die definitionen stehen müsste man dann natürlich auch die entsprechenden absätze herauslösen.

der zweite änderungsbedarf wären dann noch die "recitals" - also die vorhergehenden erklärungen zur neuen richtlinie. dort ist aber der abschnitt zu e-zigaretten relativ klar abgegrenzt.


also tatsächlich müsste man nur einzelne sätze herauslösen - nichts neu schreiben. der sinn vom rest der TPD ändert sich dadurch nicht. wenn es "querverweise" zu anderen artikeln gibt dann sind die immer einseitig (also z.b. es gilt artikel 6 absatz 4 für e-zigaretten - aber es gibt (außer den artikel mit den deligierten rechtsakten) keinen anderen artikel der sich auf artikel 18 bezieht.
13.02.2014 21:53
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Tantalus Offline
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Beitrag #34
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Oh hope, superschöne Briefe mit anschaulichen Argumenten!

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Hat eigentlich schon mal jemand daran gedacht, unseren Kampf für die Nachwelt zu dokumentieren?
13.02.2014 22:20
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Tirami Offline
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Beitrag #35
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Ich werde auch noch mal was schreiben ab morgen.
13.02.2014 23:22
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Dampfzitrone Offline
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Beitrag #36
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Ich habe mich sehr schwer getan, weil ich in allen Mails bisher einfach schon alles verkaut habe.
Nu denn... ich hab es aber noch nicht abgeschickt.

Zitat:Sehr geehrte/r...

Mein Name ist Dampfzitrone. Ich bin 46 Jahre alt, habe zwei Kinder und bin in der Psychiatrischen Forensik tätig.

Dampfer (Bildschä)

Und- nach 28-jähriger Raucherkarriere bin ich seit nun fast zweieinhalb Jahren Nichtraucherin.

Das Ende meiner Raucherkarriere habe ich der E-Zigarette zu verdanken.
Mehr zufällig "lief sie mir zur richtigen Zeit über den Weg" und aller Anfang war übrigens gar nicht so einfach.
Aber: durch ihre Vielfalt lies sie sich immer wieder an meine eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich habe einiges an Geräten und Liquids ausprobiert, bis ich die richtige Kombinationen für mich gefunden habe. So hat das funktioniert.
Und es funktioniert immer noch.

Ich hoffe, Sie finden das genauso klasse und gut wie ich?

Wenn ja, dann helfen Sie bitte mit, dass vielen, vielen Nutzern dieses weit weniger schädliche Genussmittel in seiner Vielfalt erhalten bleibt. Und auch, dass auf diese Weise vielen Menschen zukünftig die Möglichkeit bleibt, von diesem profitieren zu können.

Wie kann es sein, dass eine solch revolutionäres, tausendfach weniger schädliches Genussmittel weit, weit strenger reguliert werden soll, als die Tabakzigarette? Und dass in einer Tabakproduktrichtlinie, wo es nicht mal Tabak enthält?
Nur weil es dampft?

Das geht einfach nicht in meinen Kopf!
Ich kann es nicht verstehen; nur spekulieren kann ich: hier geht es um das große Geld!
Die Tabakriesen sitzen schon in den Startlöchern und warten auf den bereinigten Markt, wenn die TPD, wie sie jetzt vorliegt, verabschiedet wird.
Derweil läuft eine unglaubliche Medienhetze, damit auch der wirklich letzte davon überzeugt wird, wie furchtbar schädlich und regulierungsbedürftig die E-Zigarette doch sei.

Sie ist es nicht! Jedenfalls nicht auf diese restriktive Art und Weise. Und schon gar nicht in der TPD. Sie hat da nichts zu verloren. Sie ist kein Tabakprodukt.
Genauso wenig, wie sie ein Arzneimittel ist.

Was jetzt aus den Trilogsverhandlungen zu Artikel 18 zur Abstimmung kommen soll, ist meilenweit von Ihrem Abstimmungsergebnis vom Oktober 2013 entfernt, welches ein akzeptabler Kompromiss hätte sein können.
Hier wird Ihre Monate lange Arbeit torpediert und einfach auf den Kopf gestellt. Hier werden wissenschaftliche Fakten ignoriert. Hier soll nicht im Sinne der Bürger für eine sinnvolle Regulierung gesorgt werden. Hier soll tot reguliert werden.

Ich appelliere an Ihr Gewissen und Ihr demokratisches Rechtsempfinden:
Seien sie mutig! Schauen Sie hin und lassen Sie sich bitte nicht vor den Karren der Industrie spannen!

Nach meiner Information wird die ECR-Fraktion ein Split- Voting für Artikel 18 beantragen. Sollte dies geschehen, bitte ich Sie, diesem zuzustimmen. So kann die E-Zigarette die Chance auf eine eigene und sinnvolle Regulierung bekommen. Im Sinne der Bürger unter Berücksichtigung aller bekannten Fakten, Aspekte und Argumente.
Und die TPD kann nach langer, harter Arbeit dennoch verabschiedet werden.

Sollte es zu keinem Split- Voting kommen, gibt es in meinen Augen nur einen Weg: die Ablehnung der gesamten TPD.
Das klingt unmöglich?
Das wäre aber nach meiner Auffassung letztlich dann der einzige Weg, die E-Zigarette sinnvoll regulieren zu können und damit Millionen von EU- Bürgern als alternatives und tausendfach weniger schädliches Genussmittel zu erhalten.

Bitte entscheiden Sie im Sinne der Bürger und nicht im Sinne der Tabakindustrie.

Ich vertraue auf Ihr demokratisches Rechtsempfinden, Ihr Gewissen und Ihren Mut.
Danke!

mit freundlichen Grüßen
14.02.2014 10:49
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Dampfzitrone Offline
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Beitrag #37
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Ich glaub, ich hab mich zu sehr an Hopes Vorlage entlang gehangelt Blushing

Menno, wat soll man denn aber och noch schreiben, wenn allet gesagt ist? Rolleyes
Ich werds noch mal n bisschen umstricken.
Oder ne Alte einfach noch mal dem Split-Voting-Gedöns anpassen.
14.02.2014 11:58
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hope Offline
homo ludens
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Beitrag #38
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Du hast ja recht, es ist alles gesagt. Sad
Kernpunkt ist diesmal:
"Hallo ich bin die Zitrone und seh' Euch immer noch"
und
"Lehnen Sie Artikel 18 (falls möglich) ab, b.z.w. die gesamte TRL"

Lass Dein Schreiben so oder - wenn Du willst - kürze es einfach bisserl zam und dann hau es raus! Smile
14.02.2014 12:14
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Anneli Offline
DampfPsycho
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Beitrag #39
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Ihr wisst ja, dass ich nicht gern auf ausgetretenen Pfade wandere (bin ein typischer Initiator und spiele gern auf Risiko), daher habe ich nach gründlichem Nachdenken mal einen neuen Ansatz ins Spiel gebracht.

Noch ist nichts verschickt, denn Eure Meinung dazu würde mich interessieren:
Geht das so, oder gäbe das einen Schuss in unser Dampfer-Knie?

Here we go:


Sehr geehrte Damen und Herren,

demnächst entscheiden Sie anlässlich der Abstimmung über die TPD auch im Artikel 18 über das Schicksal der E-Zigarette.
Sie bekommen zur Zeit viel Post von aufgebrachten und empörten “E-Dampfern”, die dank des bisher unregulierten “Dampfens” endlich von ihrem als quälend erlebten Zigarettenkonsum auf einen so gut wie unschädlichen alternativen Nikotinkonsum umsteigen konnten, der nun rein im Genussmittelbereich liegt und weder das Umfeld noch die Gesundheit der Konsumenten belastet.

Diese Alternative zur herkömmlichen Zigarette ist mit über 30 Studien bestens erforscht und hat sowohl etliche Wissenschaftler als auch Ärztezusammenschlüsse auf den Plan gerufen, die alle dafür plädieren, das E-Dampfen im weitest möglichen Rahmen unreguliert zu lassen.

Quellen und Fakten dazu liegen Ihnen in erheblichem Umfang vor.

Ich, Anneli, bin 54 Jahre alt und eine E-Dampferin der ersten Stunde.
Ich dampfe seit Herbst 2007 und habe mich 1,5 Jahre lang mit den damals noch untauglichen Geräten herumgequält, bis es mir im Frühjahr 2009 dank der nun ausgereifteren Technik und den Variationsmöglichkeiten für Geräte und Liquid gelang, ganz aufs E-Dampfen umzusteigen.
Mein Leben hat dadurch eine ganz neue Qualität bekommen.
Ärztliche Untersuchungen belegen, dass die Schäden meines 35-jährigen Rauchens (inklusive äußerst anstrengender und nutzloser Aufhörversuche der verschiedensten Art) überwunden sind und mein jetzt fünf Jahre langer aussschließlicher Konsum von E-Zigaretten meinen Körper nicht im geringsten belastet.

Warum der Text für Artikel 18, den der Trilog erarbeitet hat, ein Schlag ins Gesicht für jeden E-Dampfer und für jeden Raucher ist, der aktuell oder in Zukunft ans Umsteigen denkt, haben Sie schon oft den Zusendungen der E-Dampfer entnommen, die aus gutem Grund befürchten, dass ihnen ihr Genussmittel genommen wird und sie sich gezwungen fühlen, wieder zu den Zigaretten zu greifen.

Wird dem Entwurf in der jetzigen Form zugestimmt, fällt das E-Dampfen auf genau den Stand von vor 2008 zurück, mit dem die meisten Raucher eben nicht dauerhaft umsteigen können, weil sie nicht genügend Variationsmöglichkeiten bei den Geräten und den Liquids haben, um sie an ihren Bedarf anzupassen.

Welche tatsächlichen Lobby-Interessen auf diesen Entwurf eingewirkt haben, lasse ich dahin gestellt - wir E-Dampfer informieren uns äußerst engagiert und gründlich und können uns sehr gut ausrechnen, welchen Big Playern dieser Entwurf entgegen kommt.

Ich möchte Ihr Augenmerk nachdrücklich auf einen zusätzlichen Aspekt lenken und Sie dringlichst bitten, diesen bei Ihrer Abstimmung mit einzubeziehen:

Sie tragen die Verantwortung für die Wirtschaftsmacht Europa.
Das wollen Sie und das sollen Sie!

Seit über zehn Jahren müssen Sie den mentalen Spagat vollbringen, einerseits die Bestrebungen zu unterstützen, die das Rauchen europaweit denormalisieren und immer weiter einschränken sollen.

Auf der anderen Seite bringen die Raucher nicht nur der Wirtschaftsmacht Tabakindustrie, sondern durch ihre Aufhörversuche mit untauglichen Mitteln (Nikotinersatzpräparate) und zynischerweis durch ihre dem langjährigen Rauchen geschuldeten Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden und Bronchialkarzinome u.ä. auch der Pharmaindustrie einen hohen Umsatz und damit Arbeitsplätze etc.

Nun bitte ich Sie, folgenden Gedankengang zu erwägen:
Wenn das E-Dampfen, wie es faktisch und ethisch zwingend erforderlich ist (wie gesagt, ist die Faktenlage, was die Unschädlichkeit und die Akzeptanz durch die rauchenden Konsumenten in der jetzigen unregulierten Form angeht, durch zahlreiche Studien gesichert), von den Europa-Instanzen und in Folge dann auch von den einzelnen Mitgliedsstaaten gefördert statt behindert würde, dann kämen Sie in den Verdienst und Genuss einer wirtschaftlichen Neuformation in einem selten erlebten Ausmaß:

Schon jetzt gibt es eine Vielzahl von kleinen Manufakturen, die mit engagierter Forschungs- und Entwicklungsarbeit immer weiter verbesserte Geräte auf den Markt bringen (die alle zum Tode verurteilt würden durch den jetzigen Entwurf).
So, wie sich das E-Dampfen bisher ausgebreitet hat und durch öffentliche Förderung in ungeahnten Größenordnungen weiter unter den Rauchern ausbreiten würde, würden sehr bald auch große Investoren auf die Bühne treten und europaweit einen ganz neuen Industriezweig ins Leben rufen.
In dieser Branche E-Dampfen würden Arbeitsplätze in hohen Zahlen generiert, ebenso natürlich Umsätze und damit allgemeines Wirtschaftswachstum.
Eine neue, frische, zahlungskräftige und ethisch einwandfreie Lobby würde in kurzer Zeit entstehen.

Mein Appell an Sie:
Setzen Sie statt auf den “sterbenden Gaul” Tabakindustrie nun auf das “junge leistungsfähige Pferd” E-Zigarette!

Stimmen Sie bitte in diesem Sinn über die TPD ab, lassen Sie die E-Zigarette im allerweitesten Rahmen unreguliert, wie es einem Genussmittel zukommt!
(Reguliert gehören natürlich die Deklarationspflicht auf den Liquidflaschen und die Abgabe nur an volljährige Personen.)

Ich spreche nur für mich, bekomme von niemandem Geld, bin aus gutem persönlichem Grund sehr engagiert für das E-Dampfen - und genau so wünsche ich mir die Zukunft!

Danke fürs Lesen,

Ihre Anneli
14.02.2014 13:03
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Dampfzitrone Offline
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Beitrag #40
RE: Plenarabstimmung am 26. 2. 2014. Anschreiben an MEPs, insbesondere Martin Schulz
Ich persönlich finde das beim ersten Lesen nicht als Schuss ins Dampferknie, sondern einen völlig neuen Aspekt, EDIT: den ich durchaus erwähnenswert finde Wink (wenn er auch nicht meine erste Wahl wäre)

Lob

In die Bronialkarzinome kannste gern noch ein ch hinein klöppeln.
14.02.2014 13:21
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