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Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Chrom Offline
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Beitrag #31
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Mir ist schon wieder etwas zum Thema eingefallen, nämlich, das man mechanisch mit ständig sinkender Leistung dampft.
Das ist erstmal kein Mythos sondern eine Tatsache. Anders sieht es aus, wie dramatisch dieser Unterschied tatsächlich ist.

Wir rechnen ja gerne mit 4,2V für einen vollen Akku. Die hat er - aber auch nur im Leerlauf, also ohne elektrische Last. Mit Last sieht das Ganze schon ganz anders aus.
Hier gilt, je höher die Last (also umso mehr A fließen), umso mehr bricht der Akku ein. Soll heißen, misst man unter Last, ist die Spannung bei vollem Akku gar nicht mehr 4,2V. Wie viel weniger, hängt auch vom verwendetem Akku ab.

Und wenn man sich mal so Entladekurven anschaut, sieht man weiter, das die Spannung am Anfang auch weiterhin recht schnell abnimmt. Erst meißt unter 4V wird die Kurve flacher, hießt der Spannungsabfall konstanter.
Sagen wir das ist bei unserem Akku bei 3,8V, ins Ladegerät kommt er bei sagen wir 3,4V, dazwischen liegt ein guter Teil der Gesamtkapazität des Akkus. Also ist der Leistungsabfall in der Praxis nicht von 4,2V bis 3,4V, sondern nur von 3,8V, also rund 0,4V.

Und erfahrungsgemäß wirkt sich diese Differenz kaum auf die Dampfmenge und den Geschmack aus, sondern vielmehr auf die Zuglänge. Soll heißen, bei vollem Akku zieht man automatisch etwas kürzer, bei "leerem" etwas länger.

Aber nichts desto Trotz sinkt die Spannung bei immer leerer werdendem Akku, das ist einfach so. Nur gibt es Leute, die reagieren darauf empfindlicher als andere. Wie bei allem was mit dampfen zu tun hat auch. Nur so extrem, wie es oft dargestellt wird, ist das gar nicht.
Das sieht man auch hier im Forum: Leute wollen dem aktuellen Trend folgend (der mit den mechanischen AT ist ja fast vorbei, nu sind es grad die Leistungsboxen, egal, anderes Thema) einen mechanischen AT haben, finden aber, ohne das je selbst ausprobiert zu haben, sinkende Leistungen total doof. Ein Kick muß her! Liegt dann vielfach nach wenigen Tagen/Wochen in der Ecke, die ATs werden genutzt wie es gedacht war, nämlich rein mechanisch.

Wie sehr DICH dieser Leistungsabfall stört, das kann ich dir nicht sagen. Wenn du das nie probiert hast, weißt du das ja selber nicht mal Wink

Edit: Ach, ganz vergessen: Wenn ihr euch so Entladungskurven anschaut, müsst ihr natürlich die nehmen, die von der Stromstärke in etwa der entspricht, mit der ihr euren Akku auch belastet. Nicht 10A rausziehen und die Kurve für 1A anschauen Wink
17.02.2015 19:05
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andreas70 Offline
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Beitrag #32
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Auch noch interessant bei dem Thema Übergangswiderstände im AT ("Voltdrop") und sehr niedrigen VD-Widerständen ("Subohm") ist der Wirkungsgrad der Dampfe. Also wieviel der eingesetzten Akkuleistung wird zum Liquid verdampfen an der Coil umgesetzt und wieviel verpufft im AT, bestenfalls zum Händewärmen jetzt im Winter. Wink

Nehmen wir mal 0,1 Ohm AT Widerstand an, das kommt schnell mal zusammen (Kontakte, Taster usw.).

Mit einer 0,9 Ohm Coil wird der Akku also mit 1 Ohm belastet, gibt bei Nennspannung (3,7V) ca. 13,7 Watt. Davon kriegt der VD 90%, also ca. 12,3 Watt, ab. 1,4 Watt verpuffen, da wird kaum was warm.

Mit einer 0,4 Ohm Coil sieht das leider anders aus. Der Akku wird mit 0,5 Ohm belastet, gibt bei Nennspannung (3,7V) ca. 27,4 Watt. Davon kriegt der VD jetzt nur noch 80%, also ca. 21,9 Watt, ab. 5,5 Watt verpuffen, das heizt dann schon merklich.

Daraus sieht man daß besonders bei hohen Leistungen mit mech. ATs auf hochwertige Taster und Kontakte geachtet werden muss. Und bei geregelten sollte man IMO den VD Widerstand nur so klein machen wie man muss um die gewünschte Leistung erreichen zu können, lieber mit der Spannung rauf wenns geht.
17.02.2015 20:16
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Chrom Offline
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Beitrag #33
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Wobei das ein Trugschluß ist.
Ein regelbarer AT hat genauso Überganswiderstände wie ein mechanischer AT. Die Elektronik gleicht zwar Verluste aus, "verpuffen" tut aber das Gleiche. Und zwar zwischen Akku und Elektronik. Und wenn ich mit der Spannung und entsprechend dem Widerstand hochgehe, wird dadurch die Spannung am Akku nicht größer. Der Akku wird also genauso belastet. Will ich mit zB 20W dampfen, muß der Akku 20W liefern, ohne wenn und aber. Und das tut er nicht bei den eingestellten 6,8V (zB), sondern muss das im zweifel auch noch mit 3,0V machen.

Einzige Alternative mit unseren Akkus: Stacking, nicht Regelung. Denn dann erhöht sich tatsächlich die Akkuspannung.
"Höher regeln" kann ich einen mechanischen ja auch, nur nicht mit knöpfchendrücken sondern mit neu wickeln

Und wenn ich dann bedenke, was für ein Drama der Voltdrop (also der Eigenwiderstand) beim mechanischen ist und wie egal das bei einem regelbaren zu sein scheint - naja....
17.02.2015 20:43
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Martin Herne Offline
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Beitrag #34
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Danke Chrom für die tolle Erklärung,hast du echt super gemacht und ich habe es endlich mal verstanden!!!!! Big Grin
17.02.2015 21:21
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andreas70 Offline
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Beitrag #35
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
@Chrom: Richtig, Übergangswiderstände hat man auch beim geregelten AT. Der hohe Strom fliesst da aber "nur" über die statischen Kontakte am Akku. Eine gute Akkuhalterung ist bei hohen Leistungen deshalb unerlässlich. Sonst wirds erstens heiss und zweitens schaltet der AT evtl. schon bei nur halb geleetem Akku ab.

Fazit: Für hohe Leistung braucht man gute Akkus und gute Hardware wenns Spaß machen soll.

Bei "normalen" Leistungen so bis 15W ist das alles sehr viel entspannter.
18.02.2015 11:40
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Vapey Offline
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Beitrag #36
Shy Mech Clones, Mythos oder Wahrheit?!
Hallo Freunde,

bin hier im Forum mehrfach über die Aussage gestolpert : "also ich würde bei Subohm kein Clone nehmen, ist mir zu unsicher".

Was ist denn an dieser Aussage dran, wieso sollten Mech Clone Mods schlecht bzw. gefährlich sein bei Sub Ohm?! Wacko

Es kommt doch eher auf den Akku an und nicht so sehr auf das Stück Rohr, oder hat das was mit den evtl. "minderwertigen" Isolatoren bzw. fehlende Entgasungslöcher (kann man selber rein bohren) zu tun? Oder hat es was mit der Frustration der Leute zu tun die Originale gekauft haben und dann gemerkt haben das Sie 50x zuviel gezahlt haben. (Bitte nicht als Angriff sehen, es ist nur eine Frage).Big Grin


Was meint Ihr dazu?

Habe deine Frage hier mit angehängt.
Für Sub-Ohm gilt ja dasselbe- für Originale wie für Clones.
[Bild: wassermeggi.png]


Danke Meggi Smile
25.03.2015 16:18
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Jekkt1 Offline
Wolken Verfolger
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Beitrag #37
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Wenn man den Akkuträger vorher überprüft, kann mans doch testen.
Ich verwende auch klone zum Sub-Ohm dampfen.

In den meisten Verdampferklonen, wie meistens Tröpfler klonen, werden keine Peek oder Isolatoren verwendet die hohe Temperaturen vertragen.
Mir ist im Plume klon da der Pluspol isolator durchgeschmolzen und schon hatte ich einen Kurzschluss.
25.03.2015 17:19
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Stardust_ Offline
Andrew sagt:
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Beitrag #38
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Also ich erkenne nicht ob ein Isulator hohe Temperaturen verträgt, ich teste einfach den AT und vertraue ein wenig meinem Gefühl. Ich nutze meine 2 Nemesis Clone, sowie meinen Stingray X Clone zum Subohm dampfen mit meinen Tröpflern so um die 0,3Ohm. Da ist die Grenze bei meinen 18350er und 18500er Akkus.

Bis jetzt keine Probleme. Bei einem Dauerfeuerzwischenfall hat sich bei der enormen Hitze der Isulator in der Topcap des Nemesis ein wenig "verringert". Brauchte danach ein wenig Teflonband um den Isolator wieder reinpressen zu können, ohne hält er nicht mehr richtig fest. Sonst ist aber nichts passiert. Und da floss ca. 1 Minute ordentlich Strom. Ich bekomme dafür aber bald eine neue Topcap.

Bei den Nemesis habe ich allerdings die Federn im Taster gegen Magnete getauscht, weiß nicht ob die Feder evtl. eine Schwachstelle sein könnte.

Zu meinem Stingray X habe ich vollstes Vertrauen. Der ist so massiv verarbeit, Taster hatte schon Magnete von Haus aus und da wird rein gar nichts warm oder so. Durch die Kupferrohre scheint er auch keinen wirklichen Voltdrop zu haben. Astreiner AT.
25.03.2015 22:29
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boselbi Offline
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Beitrag #39
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
Egal ob Original oder Clone. Grundsätzlich sollten alle Kontaktflächen die für den Stromfluß notwendig sind ( Gewinde, Taster, Feder ) einwandfrei sauber sein, wirkt teilweise schon Wunder.

gruß boselbi
25.03.2015 22:42
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Shylock Abwesend
Homo oeconomicus ?
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Beitrag #40
RE: Mechanische AT, Voltdrop, Subohm - Glauben und Mythen
(25.03.2015 22:29)Stardust_ schrieb:  Bei den Nemesis habe ich allerdings die Federn im Taster gegen Magnete getauscht, weiß nicht ob die Feder evtl. eine Schwachstelle sein könnte.

Du hast also eine weitere Möglichkeit Strom zu transportieren ausgebaut?

Der Strom wird ja über den MinusPin transportiert und die Feder stellt eine weitere Transportmöglichkeit dar!
Durch das Einsetzen von Magneten, die sich ja nicht berühren, hast du auch eine Kontaktstelle weniger Cool
25.03.2015 22:43
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